19:09 18 November 2018
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    der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu (Archiv)

    „Am Siedepunkt“: Ankara zum Stadium seiner Beziehungen zu Washington

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    Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington sind dem Siedepunkt nahe. Dies erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu laut Medienberichten in seiner Rede vor Studenten und Lehrkräften der Moskauer Diplomaten-Uni MGIMO.

    Der türkische Chefdiplomat hob dabei hervor, dass für die Rückkehr der Beziehungen zwischen beiden Ländern in die normale Bahn die USA „jedes ihrer Worte halten und die Türkei achten“ müssen.

    „Und eine jede nicht freundschaftliche Geste gegenüber der Türkei, insbesondere Waffenlieferungen an die Terroristen der YPG (der kurdischen Volksverteidigungskräfte, gegen die auf syrischem Territorium die türkische Armee kämpft – Anm. d. Red.), muss korrigiert werden“, meint Çavuşoğlu.

    Und sollten die USA ihre Politik fortsetzen, so der türkische Außenminister, könne das türkische Volk „dies nicht aushalten“.

    „Ich sage es schon ganz offen:  Der Siedepunkt des Volkes ist sehr nah“, resümierte Çavuşoğlu. 

    Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei hatten sich  im Zusammenhang mit Ankaras Besorgnis wegen der von Washington erwiesenen Unterstützung für die syrischen Kurden aus der YPG verschlechtert, die die Islamisten erfolgreich bekämpfen und praktisch im Norden Syriens ihren Quasistaat geschaffen haben.

    Die in der Türkei lebenden Kurden, welche einen bedeutenden Teil der Bevölkerung darstellen, haben keine eigene Autonomie, aber ihre politischen Strukturen, die für die Selbstbestimmung ihres Volkes eintreten, sind seit Jahrzehnten der Verfolgung ausgesetzt.

    Gegen die Kurden kämpfend, hat die Türkei Truppen nach Syrien geschickt und dort die Operation „Olivenzweig“ gestartet.

    Jüngsten Medienberichten zufolge ist die Anzahl der Kampfeinsätze, die das  US-Militär von dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik aus führt, drastisch reduziert worden.

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    Tags:
    Konflikt, Unterstützung, Kurden, Militäroperation "Olivenzweig", kurdische Selbstverteidigungskräfte YPG, Mevlüt Çavuşoğlu, Syrien, USA, Türkei