11:45 18 November 2018
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    die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa

    Moskau: Großbritannien sollte Atommacht Russland nicht herausfordern

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (107)
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    Niemand sollte einer Atommacht 24-stündige Ultimaten stellen. Das erklärte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag in Moskau in einer Stellungnahme zur jüngsten Erklärung der britischen Premierministerin Theresa May.

    „May hat keine Belege für eine Beteiligung Russlands an der Giftattacke auf (Ex-Doppelagent Sergej) Skripal“, sagte die Sprecherin.

    Skripal (66) und seine Tochter 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury aufgefunden worden. Ihr Zustand bleibt weiterhin kritisch. Britischen Angaben zufolge war bei dem Attentat das in der Ex-Sowjetunion entwickelte, äußerst gefährliche Nervengift „Nowitschok“ verwendet worden.

    May hatte am Montagabend erklärt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach Russland hinter dem Anschlag stecke. Moskau sollte sich binnen 24 Stunden gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) erklären. Ansonsten drohten Konsequenzen, die May aber nicht näher definierte. Das Ultimatum läuft am Mittwochmorgen um 01.00 Uhr MEZ ab.

    Russland weist jegliche Anschuldigungen zurück. Außenminister Sergej Lawrow forderte am Dienstag einen ungehinderten Zugang zu den Ermittlungen und zu Proben des Giftstoffes, um dessen Analyse vorzunehmen.

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    Atommacht, Vorwürfe, Vergiftung, Sergej Skripal, Theresa May, Maria Sacharowa, Großbritannien, Russland