17:15 18 Dezember 2018
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    Bei RT-Verbot in GB: Moskau droht britischen Medien mit Aus in Russland

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (107)
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    Britischen Medien wird in Russland die Tätigkeitserlaubnis entzogen, falls London den russischen Auslandssender RT in Großbritannien verbietet. Dies teilte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag mit.

    „Ich kann Ihnen gleich sagen, dass keine britischen Medien in Russland tätig sein werden, wenn RT geschlossen wird“, betonte Sacharowa in einer Sendung des TV-Senders „Rossija 1“.

    Auch RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat ihrerseits gewarnt, dass Russland auf einen derartigen Schritt der britischen Behörden „spiegelartig“ reagieren werde.

    Zuvor hatte die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom einen Brief an den Lizenzinhaber von RT über mögliche Sanktionen im Zusammenhang mit der Vergiftung des russischen Ex-Spions Sergej Skripal geschickt. Darüber hinaus sollen mehrere britische Parlamentarier die Regierung des Landes aufgefordert haben, restriktive Maßnahmen gegen RT, bis hin zur Widerrufung der Sendelizenz in Großbritannien, einzuführen.

    Der russische Auslandssender soll in seiner Antwort auf den Appell der britischen Abgeordneten angemerkt haben, dass die Einschränkung seiner Tätigkeit in Großbritannien zu einer noch stärkeren Polarisierung in der Gesellschaft führen werde.

    Am Montag hatte die britische Premierministerin Theresa May in ihrer Rede im britischen Parlament erläutert, dass Skripal und seine Tochter Julia mit dem angeblich ausgerechnet in Russland entwickelten Nervengift „Nowitschok“ (dt: „Neuling“) gezielt attackiert worden seien. Moskau bezeichnete die Anschuldigungen seinerseits als politische Kampagne und Provokation.

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    Parlamentarier, Zusammenhang, Appell, Parlament, RT, Theresa May, Maria Sacharowa, Margarita Simonjan, Großbritannien