19:03 20 Juni 2018
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    Anschlag auf Ex-Spion: Stammt die Sache „Sergej Skripal“ aus Agententhriller?

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    Wer die britische TV-Serie „Strike Back“ („Gegenschlag“) kennt, dem dürfte der Giftanschlag auf den ehemaligen Spion Sergej Skripal in gewisser Weise bekannt vorkommen. Russische Netz-Nutzer haben auf auffällige Parallelen zwischen Wirklichkeit und Fernsehstory hingewiesen.

    Russische Netz-Nutzer haben die britische Regierungschefin Theresa May als Verehrerin der besagten Agentenserie ausgemacht. „Ich glaube, sie guckt ‚Strike Back‘ auch gern“, twitterte der Nutzer Kirill Jegorow, gleich nachdem May wegen des Giftmords am ehemaligen Agenten Skripal ein Ultimatum an Russland gestellt hatte.

    Britische Premierin Theresa May
    © REUTERS / Simon Dawson
    Die TV-Serie „Strike Back“ erscheint seit 2010. Bislang sind sechs Staffeln des Agententhrillers gedreht worden. Und in der letzten Staffel spielt sich ein Vorgang ab, der an den Giftanschlag auf Skripal erinnert. Es kommt sogar das gleiche Nervengift unter gleichem Namen zum Einsatz, Nowitschok nämlich. In der Serie wird es natürlich auch von einem Russen entwickelt, dem aus Tschetschenien stammenden Chemiker Kamil Markow.

    „Was ich mich bei der ganzen Geschichte um Skripal frage: Hat denn niemand ‚Strike Back‘ geguckt? Da spielt sich doch das gleiche Szenario ab. Sogar das Giftgas heißt Nowitschok“, twittert die Nutzerin Jelena Solotowa.

    In der Story der Serie wollen Terroristen das Nervengift durch eine schmutzige Bombe am Flughafen der weißrussischen Hauptstadt Minsk verstreuen. Eine Selbstmordattentäterin soll die Bombe zünden.

    „Wahrscheinlich hat die britische Regierung bislang nur deshalb kein endgültiges Ergebnis, weil bis jetzt nur sechs von zehn Folgen der Serie ausgestrahlt wurden“, spottet Jelena. Die Serie ende übrigens damit, dass der britische Geheimdienst das Nervengift in die Hände kriege.

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    Tags:
    Agenten, TV-Serie, Vergiftung, Strike Back (Fernsehserie), Sergej Skripal, Theresa May, Großbritannien
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