19:05 20 Juni 2018
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    Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow

    Akte Skripal: Putins Sprecher weist „ultimative Sprache“ aus London zurück

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (104)
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    Moskau hat mit der möglichen Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal überhaupt nichts zu tun, ist aber zur Zusammenarbeit in der Ermittlung dieses Vorfalls bereit, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow am Mittwoch vor der Presse.

    „Moskau hat mit dem Vorfall, der sich in Großbritannien ereignet hat, überhaupt nichts zu tun. Moskau akzeptiert keine völlig inhaltsleeren und mit keinen Beweisen begründeten Anschuldigungen gegen sich, und auch keine ultimative Sprache“, sagte Peskow.

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    Russlands Stellung zu diesem Vorfall sei London über diplomatische Kanäle übermittelt worden. „Dabei bleibt Moskau offen für die Zusammenarbeit in der Ermittlung dieses Vorfalls, findet aber leider keine Gegenseitigkeit seitens der Briten in dieser Offenheit.“

    Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, war 2004 als Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 entlarvt und von einem Militärgericht wegen Hochverrats zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Sechs Jahre später wurde Skripal mit drei weiteren westlichen Spionen gegen zehn vom FBI verhaftete russische Agenten ausgetauscht.

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    Am 4. März dieses Jahres wurden der 66-jährige Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht, wo beide ins Koma fielen. Medienberichten zufolge sollen 21 Personen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, darunter auch ein Polizist.

    Die britischen Behörden vermuten einen Anschlag. Die genauen Umstände sind noch unklar. Doch Premierministerin May äußerte am Montag, dass hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland stehe. Russland weist den Vorwurf zurück. Schon davor hatten Medien berichtet, dass May Russland die Schuld in die Schuhe schieben wolle.

    Russland erklärte sich bereit, an Ermittlungen teilzunehmen. London verweigert Moskau ohne Angabe von Gründen den Zugang zu Ermittlungsmaterialien. Lawrow rief Großbritannien dazu auf, seinen Verpflichtungen aus der Chemiewaffenkonvention nachzukommen.

    „Schlagende Beweise“ der britischen Aggression gegen jedermann
    © Sputnik / Witali Podwizkij
    „Schlagende Beweise“ der britischen Aggression gegen jedermann

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    Tags:
    Agent, Ermittlung, Giftattentat, Gift, Spione, Spionage, Spion, Britischer Geheimdienst MI6, Militärnachrichtendienst GRU, Wladimir Putin, Dmitri Peskow, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland
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