05:19 19 Oktober 2018
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    die Premierministerin Theresa May

    May droht Russland mit Sperrung von Staatskonten und „geheimen Maßnahmen“

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    Im Zuge des Skandals um die Vergiftung des Ex-Spions Skripal will London nun Russlands Staatskonten einfrieren, falls es Beweise findet, dass diese Gelder Leben und Vermögen britischer Bürger gefährden. Das verkündete die Premierministerin, Theresa May, am Mittwoch im Parlament.

    Außerdem werde Großbritannien „eine Reihe geheimer Maßnahmen“ treffen, über die „aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich geredet werden darf“. „Wir werden eine Reihe von Maßnahmen treffen, die in der Kompetenz der Nationalsicherheitsdienste liegen“, sagte May. „Sie sind auf die Gegenwirkung der Gefahren gerichtet, die die Handlungen eines feindlichen Staates darstellen“.

    Die National Crime Agency (NCA) des Landes werde auch weiter “der Kriminalität und den korrumpierten Eliten”, darunter aus Russland, widerstehen. „In unserem Land gibt es keinen Platz für diese Leute und ihre Gelder!“

    May machte den russischen Staat direkt für die Vergiftung des Ex-Spions und seiner Tochter verantwortlich. Sie könne „keinen anderen Schluss ziehen“, äußerte die britische Regierungschefin.

    Der russische Ex-Geheimagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden, wo beide ins Koma fielen.

    Am Montag hatte die britische Premierministerin, Theresa May, in ihrer Rede im britischen Parlament erläutert, dass Skripal und seine Tochter mit dem angeblich ausgerecht in Russland entwickelten Nervengift „Nowitschok“ (dt: „Neuling“) gezielt attackiert worden seien. Moskau bezeichnete die Anschuldigungen seinerseits als politische Kampagne und Provokation.

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    Tags:
    Sicherheit, Korruption, Gegenmaßnahmen, Vergiftung, Sergej Skripal, Theresa May, Großbritannien, Russland