20:05 05 August 2020
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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (108)
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    Moskau wird die jüngste Russland-Erklärung von Großbritanniens Premierministerin Theresa May adäquat beantworten. Das kündigte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau an.

    „Die Gegenmaßnahmen werden der Situation angepasst sein. An der Antwort wird derzeit gearbeitet“, sagte die Sprecherin in einer Sendung des TV-Kanals Rossija 1.

    Am gleichen Tag hatte May erklärt, London fordere die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten. Zudem stelle Großbritannien alle bilateralen Kontakte zu Russland ein und ziehe die Einladung für Russlands Außenminister Sergej Lawrow zurück, London zu besuchen. Zugleich hob May hervor, dass ein völliger Bruch der Beziehungen zwischen beiden Ländern „den nationalen Interessen zuwiderläuft“, aber der Dialog nicht in einem Modus wie früher geführt wird.

    Mehr zum Thema:

    Der Ex-Agent des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal (66) und seine 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury aufgefunden worden. Ihr Zustand bleibt weiterhin kritisch. Britischen Angaben zufolge war bei dem Attentat das in der Ex-Sowjetunion entwickelte, äußerst gefährliche Nervengift „Nowitschok“ verwendet worden. Dabei wurde Russland Zugang zu den Ermittlungen und zu Proben der verdächtigen Substanz verwehrt.

    Moskau weist jegliche Anschuldigungen zurück, in den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Skripal verwickelt worden zu sein.

     

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    Tags:
    Gegenschritte, Sanktionen, Theresa May, Maria Sacharowa, Großbritannien, Russland