13:08 15 Oktober 2018
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    Nato-Chef Jens Stoltenberg (Archiv)

    Nato zeigt sich besorgt über Russlands neue Waffen

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    Politik
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    Russlands Pläne für die Modernisierung der Streitkräfte hat beim westlichen Militärbündnis Besorgnis erregt. Die Nato fühle sich bedroht, erklärte der Nato-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, am Donnerstag vor der Presse.

    „Diese Verwischung der Grenze zwischen Atomwaffen und konventionellen Waffen setzt die Einsatzschwelle für Atomwaffen in Russland herab. Die Verwischung der Grenze zwischen Frieden, Krise und Krieg wirkt destabilisierend und ist gefährlich“, hieß es.

    Laut Stoltenberg will die Nato Russlands Handlungen nach dem Prinzip “Panzer für Panzer, Rakete für Rakete und Drohne für Drohne nicht nacheifern“. Es gebe keinen Gewinner im Rüstungswettlauf, der teuer, riskant und in niemandes Interesse sei. Es solle aber kein Zweifel bestehen: Die Nato würde ihre Verbündeten vor jeder Bedrohung schützen, sagte er.

    Darüber hinaus betonte Stoltenberg, dass die Nato „schwere konventionelle Kräfte und Mittel sowie robuste, sichere und effektive Mittel der nuklearen Abschreckung“ unterstützen werde.

    Der Nato-Chef stellte außerdem fest, dass das Militärbündnis „die Annahme eines neuen START-Vertrags  begrüßt und den INF-Vertrag befürworten wird“.

    In den vergangenen Jahren hat Moskau mit Besorgnis auf die Aufrüstung der Nato reagiert, die nach dem pro-westlichen Umsturz Anfang 2014 in der Ukraine und der Abspaltung der Krim ihre militärische Präsenz im Schwarzen Meer aufgestockt, neue Stützpunkte und Truppen in Osteuropa aufgestellt hat.

    Vor rund zwei Wochen hat Russlands Präsident, Wladimir Putin in seiner Rede zur Lage der Nation eine ganze Reihe strategischer Waffen vorgestellt, die der Öffentlichkeit bis dahin unbekannt waren und die Putin zufolge keine Konkurrenz in der Welt haben.

    Die wachsende russische militärische Kapazität sei eine Garantie für die Erhaltung des Friedens, so der russische Präsident. Laut ihm bekamen nun die strategischen Atomstreitkräfte des Landes 80 neue Interkontinentalraketen, 102 ballistische Raketen für U-Boote und drei strategische Atom-U-Boote „Borej“. Darüber hinaus präsentierte Putin in einem Video die Interkontinentalrakete „Sarmat“.

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    Tags:
    Besorgnis, Modernisierung, Waffen, Streitkräfte, NATO, Jens Stoltenberg, Russland