14:00 23 Juli 2018
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    Der britische Außenminister Boris Johnson

    „Diplomatisch inakzeptabel“: Moskau kontert Londons Anschuldigungen gegen Putin

    © AFP 2018 / Adrian DENNIS
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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (106)
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    Der britische Außenminister Boris Johnson hat dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, persönlich die Schuld für den mutmaßlichen Mordversuch an dem Ex-Agenten Sergej Skripal und seiner Tochter gegeben. Russland reagierte mit einer scharfen Antwort.

    Britische Medien zitierten am Freitag Johnsons Worte, es sei „äußert wahrscheinlich“, dass Putin die Entscheidung über den Einsatz eines Nervenkampfstoffes gegen Skripal „persönlich getroffen“ habe.

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    „Wir haben bereits auf verschiedenen Niveaus erklärt, dass Russland mit dieser Geschichte nichts zu tun hat. Jegliche Hinweise oder Erwähnungen unseres Präsidenten in diesem Zusammenhang sind nichts anderes als eine schockierende und unverzeihliche Verletzung diplomatischer Benimmregel“, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow.

    Die Vergiftung Skripals

    Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, war 2004 als Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 entlarvt und von einem Militärgericht wegen Hochverrats zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Sechs Jahre später wurde Skripal gegen russische Agenten ausgetauscht.

    Am 4. März dieses Jahres wurden der 66-jährige Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht, wo beide ins Koma fielen. Medienberichten zufolge sollen 21 Personen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, darunter auch ein Polizist.

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    Die britischen Behörden vermuten einen Anschlag. Die genauen Umstände sind noch unklar. Doch Premierministerin May erklärte am Montag, dass hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland stehe.

    Am Mittwoch hatte May Maßnahmen gegen Russland angekündigt, darunter die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten aus London. Zudem stelle Großbritannien alle bilateralen Kontakte zu Russland ein und ziehe die Einladung für den russischen Außenminister, Sergej Lawrow, nach London zurück.

    Russland weist die Vorwürfe zurück und erklärte sich bereit, an den Ermittlungen teilzunehmen. London verweigert Moskau ohne Angabe von Gründen den Zugang zu den Ermittlungsmaterialien. Außenminister Sergej Lawrow rief Großbritannien auf, den Verpflichtungen aus der Chemiewaffenkonvention nachzukommen.

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (106)

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    Giftanschlag, Spion, Giftattentat, Gift, Spione, Giftstoffe, Agent, Spionage, Sergej Skripal, Theresa May, Boris Johnson, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Großbritannien, Russland
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