09:55 21 April 2018
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    Röhren für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)

    Das steckt hinter US-Attacke auf Nord Stream 2 – Experte

    © Foto: Nord Stream 2
    Politik
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    Der stellvertretende Generaldirektor des russischen Fonds für nationale Energiesicherheit, Alexej Griwatsch, hat gegenüber RT erklärt, was hinter der Forderung von US-Senatoren steht, den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zu blockieren.

    Am 15. März hatte sich eine Gruppe amerikanischer Senatoren gegen die Umsetzung des Projektes Nord Stream 2 ausgesprochen. In einem Brief an die US-Administration verlangten sie, „alle vorhandenen Mittel einzusetzen, um den Bau dieser Pipeline zu verhindern“.

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    Dieser Aufruf zeugt laut Griwatsch davon, dass „es Kräfte gibt, die mit politischen Mitteln die Realisierung dieses Projektes, das wirtschaftlich attraktiv und gleichzeitig so notwendig für Europas Energiesicherheit ist, zu stören versuchen“.

    „Die größten Unternehmen Europas haben vergessen, die US-Senatoren zu fragen, welches Projekt kommerziell attraktiv ist. Und die europäischen Politiker haben vergessen zu fragen, was der europäischen Energiesicherheit entspricht. Das sind eine offensichtliche Einmischung, ein Druck und Versuche, illegale Verfahren im Konkurrenzkampf zu verwenden“, so der Experte.

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    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Pipelinesträngen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Gaspipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen.

    Gegen das Pipeline-Projekt machen mehrere Länder Front. Dazu gehören die Ukraine, die um ihre Einnahmen aus dem Transit des russischen Gases bangt und die USA, die ambitionierte Pläne zum Export von Flüssiggas nach Europa hegen.

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    Tags:
    Energieträger, Energiesicherheit, Energiepolitik, Energiemarkt, Energielieferungen, Energieexporteur, Energiebereich, Energie, Gaspipelines, Gaspipeline, Gaslieferung, Gaskrieg, Gas, Nord Stream 2, Alexej Griwatsch, USA, Deutschland, Russland
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