10:53 18 Oktober 2018
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    Russischer Botschafter: Kein Cyberkrieg gegen Großbritannien

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    Der russische Botschafter in Großbritannien, Alexander Jakowenko, hat die Befürchtung, dass Russland einen Cyberkrieg gegen Britannien entfesseln könne, zurückgewiesen, schreibt „The Mail on Sunday“.

    „Wir wollen mit anderen Akteuren der Weltarena sprechen, um Handlungsregeln im Cyberraum zu etablieren und festzulegen, was erlaubt ist und was nicht, was eine Aggression bedeutet, wie auf Zwischenfälle reagiert werden soll u.a.m. (…) Russland zeigt sich somit konstruktiv, und die britischen Parlamentarier und Medien schlagen mit Duldung der Behörden Cyberattacken gegen Russland vor“, sagte Jakowenko auf die Bitte der britischen Zeitung, Garantien dafür zu bieten, dass Russland keinen Cyberkrieg gegen Britannien beginnen werde.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien haben sich nach dem Vorfall im britischen Salisbury verschärft, wo der ehemalige Oberst des sowjetischen, später russischen Militärnachrichtendienstes GRU, Skripal, der für die britischen Geheimdienste gearbeitet hatte, und seine Tochter Julia vergiftet worden waren. Die britische Seite macht den russischen Staat für die Verletzung der beiden mit einem Nervengift aus der Gruppe „Novichok“ verantwortlich.

    Das russische Außenministerium hat am Samstag Antwortmaßnahmen gegen Großbritannien angekündigt: 23 diplomatische Mitarbeiter der Botschaft Britanniens in Moskau wurden für unerwünscht erklärt. Sie sollen das Land innerhalb einer Woche verlassen. Aufgrund einer Disparität hinsichtlich der Zahl konsularischer Einrichtungen in den beiden Ländern hat Russland seine Genehmigung für die Einrichtung eines Generalkonsulats Großbritanniens in St. Petersburg zurückgezogen. Außerdem wurde beschlossen, die Tätigkeit des Britischen Rates in Russland „wegen dessen ungeregelten Status“ einzustellen.

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    Tags:
    Cyberraum, Militärnachrichtendienst GRU, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland