13:22 19 April 2018
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    Russlands Kulturminister Wladimir Medinski

    Russlands Kulturminister: Goebbels würde BBC-Bericht über Russland beneiden

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    Politik
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    Die westliche Propaganda degradiert. Das behauptete Russlands Kulturminister Wladimir Medinski in einer Stellungnahme zum jüngsten Russland-Bericht des BBC-Senders anlässlich der Vergiftung von Ex-Agent des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal in Großbritannien.

    „Ich habe mir alle BBC-Analysen zum Fall Skripal angehört. Die Propaganda degradiert… Vor diesem Grund nehmen sich sogar Affären von Doktor Goebbels als ein Musterbeispiel für Logik, den gesunden Verstand und ‚unwiderlegbare‘ Beweisführung an“, schrieb Medinski im Kurznachrichtendienst Twitter.

    Konkret äußerte sich der Minister zu einer BBC-Sendung vom vergangenen Freitag. Korrespondent Gordon Corera legte kurz die Argumente der britischen Seite zum Skripal-Fall dar und hob ein weiteres Mal hervor, dass hinter dem Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland steckt.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien haben sich wegen der Vergiftung von Sergej Skripal und seiner Tochter Yulia verschärft. Die beiden waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury aufgefunden worden. Britischen Angaben zufolge war bei dem Attentat das in der Ex-Sowjetunion entwickelte und äußerst gefährliche Nervengift „Nowitschok“ verwendet worden.

    Skripal war 2004 als Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 entlarvt und von einem Militärgericht wegen Hochverrats zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. 2010 wurde Skripal gegen russische Agenten ausgetauscht.

    Mehr zum Thema: Anschlag auf Ex-Spion: May weist 23 russischen Diplomaten die Tür

    Am 14. März hatte die britische Premierministerin Theresa May Russland der Beteiligung an dem Attentat bezichtigt und erklärt, London weise 23 russische Diplomaten aus und stelle alle Kontakte auf hoher Ebene ein. Darauf erklärte Russland 23 britische Diplomaten ebenfalls zu Persona non grata. Zudem schloss Russland das britische Konsulat in St. Petersburg und stellte die Tätigkeit des British Council in Moskau ein.

    Russland weist jegliche Anschuldigungen zurück, in den Giftanschlag auf Skripal verwickelt zu sein. Außenminister Sergej Lawrow hatte die Vorwürfe als „Quatsch“ bezeichnet. Moskau ruft dazu auf, den Vorfall in Salisbury zusammen zu ermitteln.

     

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