09:57 21 April 2018
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    Wahllokal in Moskau

    Experte zu Wahlergebnissen: Äußere Angriffe schweißen Russen noch mehr zusammen

    © AFP 2018 / Mladen Antonov
    Politik
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    Russlands Präsident Wladimir Putin ist ersten Hochrechnungen zufolge klarer Sieger der Präsidentschaftswahl vom Sonntag. Der USA-Experte Dmitri Drobnizki sagte im Gespräch mit Sputnik, dass äußere Angriffe die Russen noch enger zusammenrücken ließen.

    Wladimir Putin, der laut Hochrechnungen auf mehr als 76 Prozent der Stimmen kommt, bedankte sich bei der Kundgebung „Russland. Sewastopol. Krim“ auf dem Manege-Platz in Moskau bei den Anhängern für die Unterstützung.

    „Vielen Dank für die Unterstützung. Ich möchte mich auch an jene wenden, die sich heute hier in Moskau versammelt haben, an unsere Anhänger auf dem ganzen Territorium unseres riesengroßen Landes. Vielen Dank für das Ergebnis“, sagte Putin.

    „Es ist ganz offensichtlich, dass die Ergebnisse ohne Ihre direkte professionelle und aufrichtige Unterstützung auch anders hätten sein können. Deswegen möchte ich mich bei ihnen, natürlich bei allen Wählern, die für mich abgestimmt haben, bedanken“, sagte Putin später in seinem Stab.

    Putin erinnerte an seine Worte aus der Botschaft. „Ich habe das nicht wegen schöner Worte gesagt. Wir brauchen einen entschlossenen Spurt bei der Entwicklung. Wir können das machen – wir haben ein solches Niveaus erreicht, dass wir diesen Spurt machen können“, sagte der Präsident.

    Der Politologe und USA-Experte Dmitri Drobnizki sagte im Gespräch mit Sputnik, dass die aggressive Politik des Westens ihr Ziel verfehlt und die Russen noch mehr zusammengeschlossen habe.

    „Irgendwo in den sozialen Netzwerken gab es so einen Witz – die britische Regierungschefin Theresa May hätte einen Sonderpreis verdient, weil sie die Wahlbeteiligung bei diesen Wahlen erhöht hat. Der Westen kennt wohl einfach nicht die Geschichte oder meint, dass die Geschichte eine Quasiwissenschaft ist. Doch Russland wird in Situationen, wenn es angegriffen wird und äußere Angriffe stärker werden, immer geschlossener. Ich denke, sie werden jetzt viel weniger Zeit für die Einschätzung unseres politischen Systems haben, weil ihr eigenes System zusammenbricht. Alles, was nach dem Kalten Krieg und im breiteren Sinne im Westen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde – die ganze Macht des Establishments, der Versuch einer manipulativen Demokratie, übernationale Institute, internationale Bürokratie –, das alles bricht unter dem Druck der so genannten populistischen Bewegungen zusammen. Das Gewebe der westlichen Politik bricht überall. Deswegen meine ich, dass sie weniger Zeit haben werden, auf uns aufmerksam zu werden. Die meisten Russen haben ihre Wahl zugunsten eines starken und souveränen Landes getroffen“, sagte Dmitri Drobnizki.

    Amtsinhaber Wladimir Putin bekommt nach der Auswertung von 99,75 Prozent der Wahlzettel 76,67 Prozent der Stimmen, lauten die Angaben der Wahlkommission. Für Wladimir Putin stimmten 54,4 Millionen russische Staatsbürger, was 5,1 Millionen mehr als 2004 sind. Dabei bekam Putin die Unterstützung der absoluten Mehrheit der Wähler – für ihn stimmten mehr Wähler als für alle anderen im Ganzen und jene, die nicht zur Wahl kamen. Der Kandidat der Kommunistischen Partei, Pawel Grudinin, kommt auf 11,79 Prozent, der Anführer der Liberaldemokratischen Partei, Wladimir Schirinowski, auf 5,66 Prozent. Die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak hat 1,67 Prozent erhalten, der Anführer der Jabloko-Partei, Grigori Jawlinski, 1,04 Prozent, Boris Titow 0,75 Prozent, Maxim Surajkin 0,68 Prozent und Sergej Baburin 0,65 Prozent.

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    Tags:
    Unterstützung, Bedeutung, Wahlsieg, Präsidentschaftswahlen 2018, Kommunistische Partei, KPRF, LDPR, Jabloko-Partei, Theresa May, Sergej Baburin, Maxim Surajkin, Boris Titow, Grigori Jawlinski, Xenia Sobtschak, Wladimir Schirinowski, Pawel Grudinin, Wladimir Putin, Großbritannien, Westen, USA, Russland
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