01:56 20 Oktober 2018
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    Außenministerium Schwedens (Archivbild)

    Fall Skripal: Russischer Botschafter in schwedisches Außenamt zitiert

    CC BY-SA 3.0 / Holger Ellgaard / Own work
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    Das schwedische Außenministerium hat laut seinem Pressedienst den russischen Botschafter für den 20. März einbestellt.

    Wie die Behörde am Montag mitteilte, ist diese Maßnahme mit der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und der Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verbunden.

    Sacharowa hatte zuvor erklärt, dass das bei dem Anschlag gegen Skripal verwendete Nervengift „Nowitschok“ aus Schweden, Tschechien oder der Slowakei stammen könnte.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass Skripal und seine Tochter in einem Supermarkt in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht wurden. Zwei Tage später teilte der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit mit, dass die beiden höchstwahrscheinlich Opfer eines gezielten Angriffs mit einem Nervengift geworden seien.

    Sergej Skripal ist ein ehemaliger Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer. 2006 wurde er wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

    Die britischen Behörden behaupten, dass hinter der Vergiftung des Ex-Spions Russland stehe. Russland weist diese Anschuldigungen entschieden zurück.

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