10:56 18 Oktober 2018
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    Eine Gefängniszelle

    Folter in Geheimgefängnissen: Amnesty International fordert von Ukraine Bekenntnis

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    Politik
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    Die internationalen Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch haben die ukrainischen Behörden aufgefordert, die Inhaftierungen und Vorgänge in den illegalen Geheimgefängnissen des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU aufzuklären und die Verantwortlichen zu bestrafen.

    "Statt die Verstöße zu beseitigen, bestreiten die ukrainischen Behörden die Wahrheit, sprechen den Opfern die Gerechtigkeit ab und verhindern eine effektive und gründliche Ermittlung schwerer Menschenrechtsverletzungen", sagte Oksana Pokaltschuk, die Leiterin von Amnesty International Ukraine.

    Die ukrainischen Behörden müssten die Verantwortung für die Aktionen des SBU übernehmen sowie die Schuldigen an den illegalen Inhaftierungen identifizieren und sie vor Gericht stellen.

    "Die Menschen, die mehrere Monate lang in Geheimgefängnissen in der Ukraine saßen, wurden auch misshandelt", zitiert der Pressedienst von Human Rights Watch die Mitarbeiterin der Organisation, Tanya Cooper.

    Im Juli 2016 hatten Amnesty International und Human Rights Watch einen gemeinsamen Bericht über willkürliche Verhaftungen und Folter in der Ostukraine veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung des Berichts waren 13 Insassen des Charkower Gefängnisses freigelassen worden.

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    Tags:
    Verantwortung, Ermittlung, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Amnesty International, Ukraine