01:16 29 März 2020
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    Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge wegen des Verdachts auf illegale Wahlkampfspenden aus Libyen in Polizeigewahrsam genommen worden.

    Nach Angaben der Zeitung Le Monde“ befindet sich Sarkozy bei der Kriminalpolizei in Nanterre, einem Vorort von Paris.

    Der 63-jährige Politiker, der von 2007 bis 2012 Staatspräsident der Französischen Republik war, wird beschuldigt, in seinem Wahlkampf 2007 Spenden des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi angenommen zu haben.

    Im Mai 2012 hatte das Webportal Mediapart unter Verweis auf libysche Unterlagen berichtet, dass Sarkozy seinen Wahlkampf möglicherweise mit libyschem Geld finanziert habe. In dem Artikel war von 50 Millionen Euro die Rede.

    Drei Monate zuvor war Muammar al-Gaddafi – nach 42 Jahren an der Macht – von libyschen Aufständischen gefasst und auf brutale Weise umgebracht. Französische, US-amerikanische und Nato-Kampfjets, die von März bis Oktober 2011 Libyen bombardierten, haben den Rebellen beim Sturz des langjährigen Herrschers geholfen. Seitdem steckt Libyen in einer tiefen Krise. Weite Gebiete des nordafrikanischen Landes werden nicht von Behörden kontrolliert. Die Wirtschaft des einst wichtigen Ölstaates liegt am Boden.

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