20:04 18 August 2018
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    Kampfjet F-16 der israelischen Luftwaffe (Archivbild)

    Warum Israel erst jetzt Reaktor-Bombardierung in Syrien eingesteht – Experte

    © AP Photo / Jack Guez
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    Das heutige Eingeständnis Israels, im Jahr 2007 in Syrien einen Atomreaktor vernichtet zu haben, ist darauf zurückzuführen, dass die islamische Welt gespalten und Syrien geschwächt ist. Deswegen hat Israel keinerlei Gegenmaßnahmen zu fürchten. Diese Meinung äußerte der Präsident der Akademie für Geopolitische Probleme, Leonid Iwaschow.

    Infolgedessen sei Israel nun zu der Meinung gelangt, dass diese Militäraktion als ein Erfolg deklariert werden könne.

    „Hätten sie das vor zehn Jahren erklärt, wäre eine starke Empörung in der islamischen Welt und insbesondere in der arabischen Welt zu erwarten gewesen, und zwar einschließlich Druckmaßnahmen, Maßnahmen zur Unterstützung Syriens und Terroranschlägen innerhalb Israels“, sagte Iwaschow, der zuvor auch Chef der Hauptverwaltung  für internationale Militärkooperation im russischen Verteidigungsministerium war, in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    Israel habe nicht nur das syrische Zentrum bombardiert, das gemeinsam mit russischen Fachleuten an der friedlichen Atomenergienutzung arbeitete. Vernichtet worden sei auch der irakische Atomreaktor. Der iranische Atomreaktor sei einem Cyberangriff ausgesetzt worden, weswegen mehrere Zentrifugen lahmgelegt worden seien.

    „Israel versucht mit allen Mitteln, den Alleinbesitz von Atomwaffen in der Region zu behalten“, sagte der Experte. 

    Das israelische Militär hat sich zu einem Luftangriff auf einen mutmaßlichen Atomreaktor in Syrien im September 2007 bekannt und damit den Vorfall erstmals offiziell bestätigt. Israel werde niemals zulassen, dass seine Feinde, darunter der Iran,  Atomwaffen besitzen, erklärte der Geheimdienstminister des Landes am Mittwoch über Twitter.

     

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    Tags:
    Eingeständnis, Besitzer, Atomwaffen, Atomreaktor, Vernichtung, Leonid Iwaschow, Syrien, Israel
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