02:26 20 Oktober 2018
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    Soldaten der syrischen Regierungsarmee nahe Damaskus

    Experte: Damaskus bereit zu Antwort auf US-Schlag

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    Politik
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    Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud kam am 20. März zu einem offiziellen Besuch nach Washington und traf sich im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump. Der Leiter des Media Focal Center in Beirut, Salem Zahran, sagte gegenüber Sputnik, dass Damaskus zwei mögliche Angriffsszenarien erwarte.

    Nach seinen Worten hatte er sich vor kurzem in Damaskus mit mehreren syrischen Beamten getroffen und kann behaupten, dass sich die Syrer auf eine mögliche Aggression gefasst machen. „Die einfachen Menschen in Damaskus achten nicht auf die zahlreichen Drohungen seitens der USA – das Leben geht weiter. Aber auf offizieller Ebene behalten Beamte und Militärs zwei mögliche Varianten von Angriffen gegen Syrien im Auge. Erstens könnte das ein starker Raketenschlag nach dem Treffen des saudischen Kronprinzen und des US-Präsidenten sein. Denn nach dem vorigen Treffen dieser Art wurde ein Schlag gegen den Fliegerstützpunkt Schairat versetzt.“

    Im März 2017 hatten sich Trump und Mohammed bin Salman getroffen, und der Angriff auf Schairat erfolgte Anfang April. In diesem Fall würden die Truppen von Präsident Baschar al-Assad ihren Gegenschlag nicht gegen den in Russland verbotenen so genannten „Islamischen Staat“ oder die al-Nusra-Front richten, sondern gegen die US-Stützpunkte auf syrischem Territorium.

    „Zweitens erwartet die syrische Führung eine Intensivierung des Psycho- und Informationskriegs gegen Syrien, womit man versucht, sie einzuschüchtern“, fuhr Zahran fort. „Das Erscheinen Baschar al-Assads in Ost-Ghouta war ein Präventionsschlag gegen eine solche Attacke.“

    Was die mögliche Aggression seitens Israels angeht, so sagte der Experte:

    „Israel könnte sich unter drei Bedingungen an dem Krieg beteiligen: Die USA würden an der Spitze dieser Militärkampagne stehen; andere Nato-Länder würden daran teilnehmen; einige arabische Länder würden diese Aggression offiziell unterstützen. Ich denke aber nicht, dass Israel den Krieg selbstständig beginnen würde.“

    Zum Schluss verwies Zahran auf die wichtige Rolle Moskaus im erfolgreichen Widerstand gegen die US-Aggression: „Russland schreibt gerade Geschichte und gleicht die Situation in der internationalen politischen Arena aus. Die amerikanische Unipolarität wird allmählich Vergangenheit.“

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    Tags:
    Giftgas-Vorwürfe, Raketenschlag, Vorbereitung, Angriff, Terrorbekämpfung, Al-Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, Mohammed bin Salman al-Saud, Donald Trump, Baschar al-Assad, Ost-Ghouta, Nahost, Israel, Saudi-Arabien, Syrien, USA