16:48 18 Juli 2018
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    Experten des ABC-Schutzes am Ort des Giftgasanschlags in Salisbury

    Russischer Diplomat: London ist unfähig – oder hat Skripal-Attentat selbst inszeniert

    © REUTERS / Peter Nicholls
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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (105)
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    Die britischen Behörden sind entweder nicht imstande, Anschläge auf ihrem Territorium zu verhindern, oder sie haben das Attentat gegen den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia selbst inszeniert.

    Das sagte der Leiter der Abteilung für Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, Wladimir Jermakow.

    „Die Logik ist ganz einfach, und es kommen nur zwei Varianten infrage: Entweder können sich die britischen Behörden gegen solche Anschläge auf ihrem Territorium nicht wehren, oder haben sie den Angriff auf die russische Staatsbürgerin direkt oder indirekt – ich kann niemanden beschuldigen – inszeniert“, sagte Jermakow auf einem Briefing.

    Zugleich beteuerte er abermals, dass Russland mit dem Attentat auf Sergej und Julia Skripal am 4. März nichts zu tun habe.

    Die beiden sollen in der Stadt Salisbury mit dem Nervengift A234 vergiftet worden sein. Die britische Seite behauptet, Russland stecke dahinter. Moskau bestreitet das allerdings vehement.

    Vor diesem Hintergrund kündigte die britische Ministerpräsidentin Theresa May diverse Maßnahmen gegen Russland an. Unter anderem wurden 23 russische Diplomaten aus dem Vereinigten Königreich ausgewiesen und sämtliche bilateralen Kontakte auf hoher Ebene auf Eis gelegt.

    Moskau hat bereits entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen: So haben 23 britische Diplomaten Russland zu verlassen. Zudem werden das britische Generalkonsulat in St. Petersburg geschlossen und die Arbeit des British Council in Russland eingestellt.

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    Tags:
    Ausweisung, Diplomaten, Vergiftung, Skandal, Nervengift, Nowitschok, British Council, Außenministerium Russlands, Hauptverwaltung für Aufklärung beim Generalstab der russischen Streitkräfte GRU, Theresa May, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland
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