10:17 22 Oktober 2018
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    Leszek Miller

    „Russophobie ist offizielle Doktrin Warschaus“ – Polnischer Ex-Regierungschef

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
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    Der ehemalige Ministerpräsident Polens, Leszek Miller, hat in einem Gespräch mit Sputnik die letzten Präsidentschaftswahlen in Russland, die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft 2018 und die starken antirussischen Stimmungen in der polnischen Regierung kommentiert.

    Wahlen in Russland

    Miller bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der am Sonntag die Wahlen mit einem Rekordergebnis von 76,69 Prozent gewonnen hatte, als ein „Symbol der Sicherheit und der Stabilität“ für Russen, die diese Werte „sehr schätzen“.

    „Das ist außerdem eine positive Bewertung der bisher betriebenen wirtschaftlichen Politik. Denn wie aus den mir bekannten Angaben folgt, ist die Inflation nicht hoch und liegt bei zwei Prozent“, sagte der Politiker gegenüber Sputnik Polen.

    Auch habe sich die innere Struktur von Russlands Finanzen geändert. Die Erdöl- und Gasexporte, die im Jahre 2014 die Hälfte der Staatseinnahmen ausmachten, lägen derzeit bei nur 25 Prozent.

    „Russophobie“

    Die antirussischen Stimmungen, die derzeit unter den polnischen Machthabern herrschen, seien die Grundlage von Warschaus offizieller Politik.

    „Russophobie ist die offizielle Doktrin des polnischen Staates. Die Kräfte, die derzeit in Polen regieren, basieren auf Russophobie, die verschiedene Formen annimmt. Das wird genau so lange dauern, wie diese Kräfte in Polen regieren“, so der Ex-Ministerpräsident.

    Keine Glückwünsche für Putin

    Während der französische Präsident Emmanuel Macron und der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Gratulationstelegramme an den Kreml geschickt hatten, weigerte sich Polens Präsident Andrzej Duda, Putin zu seinem Wahlsieg zu gratulieren. Miller bezeichnete diesen Schritt als „nicht sehr klug“.

    „Seitens Duda ist das eine Art Demonstration, nicht sehr klug, denn die simpelste Rücksichtnahme gegenüber dem Nachbarn, dem Nachbarland erfordert, diplomatische Glückwünsche zu senden.“

    Fußball-WM 2018 nicht politisieren

    Im Lichte der vielen Aufrufe zum Boykott der Fußball-WM 2018 in Russland erklärte Miller, dass er ein Gegner davon sei, „Sport zum Erreichen politischer Ziele auszunutzen“.

    Am Freitag hatte die Zentrale Wahlkommission der Russischen Föderation die endgültigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 18. März mitgeteilt.

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