12:34 16 August 2018
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    Ukrainische und US-Militärs unweit von Lwiw (Archiv)

    Experte: Dafür bekommt Kiew millionenschwere US-Militärhilfe

    © AFP 2018 / YURIY DYACHYSHYN
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    Der russische Militärexperte Alexej Podberjoskin vom Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) hat in einem Gespräch mit dem Sender RT die Entscheidung des US-Kongresses kommentiert, die Bereitstellung von 200 Millionen US-Dollar für Militärhilfe an die Ukraine zu genehmigen.

    „Es ist leider völlig offensichtlich, dass die Militäreskalation in Bezug auf die Ukraine eine strategische Richtlinie ist, die sich auch weiter entwickeln wird“, so der Experte.

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    Demzufolge werde sich die „Quantität und die Qualität der Ausrüstung allmählich erhöhen“. Denn die USA seien daran interessiert, dass der Konflikt „nicht einfach abschwillt, sondern sich rasch aufbauscht“.

    Podberjoskin betont, dass die USA den Konflikt in der Ukraine kontrollieren würden. „Diese Kontrolle seitens der USA wird durch Lieferungen gewährt, darunter auch Waffenlieferungen, sowie durch finanzielle und politische Hilfe“.

    Außerdem sei anzumerken, dass der US-Kongress diesmal um 150 Millionen Dollar weniger für die Unterstützung der Ukraine eingeplant habe als zuvor.

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    „Eine gewisse Kürzung der Finanzierung kann nur eines bedeuten: Man ist mit (Petro — Anm. d. Red.) Poroschenkos Regime nicht komplett zufrieden und gibt ihm zu verstehen: ‚Du, mein Herr, machst nicht alles so, wie wir es dir sagen‘. Diese Hilfe kann steigen, aber auch sinken“.

    US-Präsident Donald Trump
    © REUTERS / Kevin Lamarque
    Die US-Militärhilfe für die Ukraine sei „in ihrem absoluten Umfang minimal“. „Wenn man von ernsten Waffen spricht, kann man für dieses Geld nichts Richtiges kaufen. Das ist eher eine politische Bezeichnung der Beteiligung der USA und ihrer Bereitschaft, an diesem Konflikt teilzunehmen“, meint der Militärexperte.

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    Früher hatte der US-Kongress eine Militärhilfe für die Ukraine in der Höhe von 200 Millionen Dollar eingeplant. Das Geld soll für „letale Defensivwaffen“, Schulungen von Militärs, Logistik, Unterstützung im Bereich der Aufklärung und für die Auswechslung von den zuvor von den USA gelieferten Waffen ausgegeben werden.

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    Tags:
    Politik, Politiker, Waffenlieferanten, Waffenlieferungen, Waffen, Ausrüstung, Militärhilfe, Militär, Petro Poroschenko, Donald Trump, Ukraine, USA
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