20:52 21 Juli 2018
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    Afghan Taliban fighters. File photo

    Moskau: IS trainiert Kämpfer aus Russland und Zentralasien in Nord-Afghanistan

    © AFP 2018 / Noorullah Shirzada
    Politik
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    Der stellvertretende Abteilungsleiter des russischen Außenministeriums Artjom Koschin hat die Informationen über ein Netz von Trainingslagern, das die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS) im nördlichen Teil von Afghanistan aufbaut, als besorgniserregend bezeichnet.

    „Die Sicherheitslage in Afghanistan ruft bei uns wesentliche Sorgen hervor. Die Taliban-Bewegung führt eine aktive terroristische Tätigkeit durch, unternimmt systematische Angriffe in verschiedenen Teilen des Landes und hält bis zur Hälfte des Staatsgebietes unter ihrer völligen oder teilweisen Kontrolle, sagte er bei einem Briefing.

    Zudem sei die Tätigkeit der Terrormiliz „Islamischer Staat"* nach wie vor ein wesentlicher Faktor, der die weitere Verschlechterung der Lage in Afghanistan beeinflusse.

    Zudem stocke der IS konsequent die Zahl seiner Terrorkämpfer im Norden des Landes auf. Moskau sei über das Netz von Trainingslagern besorgt, welches der IS im Norden des Landes aufbaue. In diesen Lagern würden Kämpfer ausgebildet, die aus Zentralasien, Russland und einer Reihe anderer Länder stammten, betonte Koschin.

    Dabei würden im Norden und im Osten Afghanistans sowohl das Zusammenwirken zwischen dem IS und der Taliban-Bewegung als auch Zusammenstöße zwischen den beiden Gruppierungen festgestellt.

    *„Islamischer Staat", auch IS, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

     

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    Tags:
    Trainingslager, Taliban, Außenministerium Russlands, Terrormiliz Daesh, Afghanistan, Russland
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