19:51 17 Oktober 2018
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    Stimmabgabe bei den Präsidentschaftswahlen in Russland

    MdB Markus Frohnmaier als Wahlbeobachter in Russland: Keine Verstöße

    © Sputnik / Nina Zotina
    Politik
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    Natalia Pawlowa
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    Mitglieder der AfD-Bundestagsfraktion haben während der Präsidentschaftswahl in Russland Wahllokale in verschiedenen Orten aufgesucht. Die Eindrücke vor Ort: Der Wahlprozess ist korrekt abgelaufen, die Wahlbeteiligung war hoch. Die Bürger Russland haben Putin gewählt, weil sie Stabilität wollen.

    Für die Teilnehmer der Fraktionsreise sei es interessant gewesen, die Präsidentschaftswahl in Russland zu beobachten, sagte der Teilnehmer der Bundestagsdelegation Markus Frohnmaier im Sputnik-Gespräch. Die Delegation hat insgesamt sechs verschiedene Wahllokale besucht und mit Bürgern gesprochen.

    „Ich hatte den Eindruck, dass die Leute gut gelaunt zu den Wahllokalen kamen. Ein Großteil der Menschen ging zu den Wahllokalen, um Wladimir Putin zu wählen, und so kam es dann auch. Uns konnte nichts Negatives auffallen. Im Gegenteil haben wir gesehen, dass man hier eine sehr gute Prüfungsmöglichkeit hat. Die Wahlstimmen wurden elektronisch erfasst, die Bereiche mit Wahl-Scannern waren per Video überwacht und die Videos konnten ins Netz gehen.“

    Dass Präsident Putin mehr als 76 Prozent der Wählerstimmen bekommen hat, begründete der Politiker damit, dass die russischen Bürger Stabilität wollen. Russland sei ein multireligiöses, multiethnisches Land, das in den 90er Jahren schwer gelitten hat und sich natürlich nach Stabilität sehnt.

    „Und diese Stabilität konnte der Präsident dem Land in den letzten Jahren geben. Er hat es stabilisiert und zurück auf die große Bühne der Politik gebracht. Russland ist wieder auf jeden Fall einer der multipolaren Player in der Welt. Das ist sein Verdienst. Auch die Lebensqualität der Menschen hat sich verbessert. Natürlich gefällt dies unseren deutschen Medien teilweise nicht, ebenso wenig wie den Altparteien in Deutschland — CDU\CSU oder SPD. Aber die Menschen in Russland stehen zum überwiegenden Teil hinter ihrem Präsidenten und das wurde natürlich an diesem Ergebnis deutlich“.

    Die Versuche Londons, Moskau für die Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal in der britischen Stadt Salisbury am 4.März verantwortlich zu machen, obwohl es bis heute keine Beweise gibt, würden zur antirussischen Rhetorik gehören.

    „Ich selber habe mir die Frage gestellt, warum taucht so was wieder kurz vor der Präsidentschaftswahl auf und vor der Fußballweltmeisterschaft, die in Russland stattfinden soll. Das Ganze bedient natürlich die antirussische Rhetorik. Wir erleben ja seit Jahren auch leider hier in Deutschland  eine geistige Mobilisierung gegen Russland. Da versuchen wir als Alternative für Deutschland dagegen anzugehen und die richtigen und wichtigen Fragen zu stellen. Wir wollen auch die Sanktionspolitik gegen Russland beenden und treten für ein besseres Verhältnis zur Russischen Föderation ein.“

    Wladimir Putin und sein Wahlteam
    © Sputnik / Aleksej Druzhinin
    Nach der Präsidentenwahl in Russland und der Bildung der neuen Koalition in Deutschland würde die AfD-Fraktion versuchen, Russland und Deutschland wieder aneinander näher zu bringen. Und das gehe nur durch Dialog, durch gemeinsame Veranstaltungen.

    „Ein wichtiger Bestandteil der deutsch-russischen Beziehungen ist die Wirtschaft. Das Wirtschaftsforum in Jalta, das wieder auf der Krim stattfindet, geht als ein gutes Beispiel voran. Es wird auch da wieder eine deutsche Delegation teilnehmen. Handel bringt die Menschen zusammen und hilft, Konflikte zu überwinden.

    Das Interview mit Markus Frohnmaier zum Nachhören:

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    Tags:
    Verletzungen, Wahlbeobachter, russische Präsidentschaftswahl 2018, Präsidentschaftswahlen 2018, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bundestag, Markus Frohnmaier, Wladimir Putin, Russland