05:45 23 Juli 2018
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    Polizei-Absperrung nach der Hospitalisierung von Sergej Skripal in der britischen Stadt Salisbury

    Können die USA im Skripal-Fall Großbritannien im Zaum halten? – Russische Botschaft

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (106)
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    Die USA können negative Folgen für die Beziehungen zu Russland noch vermeiden. Sie können eine ausgewogene und zurückhaltende Herangehensweise zum sogenannten Skripal-Fall an den Tag legen und einen Einfluss auf Großbritannien ausüben. Das besagt eine Erklärung der russischen Botschaft in Washington.

    „Das Weiße Haus kann noch jene negativen Folgen verhindern, die diese Fake-Story für das Positive, das noch in den russisch-amerikanischen Beziehungen geblieben ist, bringen könnte“, heißt es.

    Ferner betonte die Botschaft, die Beziehungen zwischen Russland und den USA seien vielseitiger. Von ihnen hänge die strategische Stabilität in der ganzen Welt ab. Die USA müssten nicht als Bürge für derartige offensichtlich inszenierte Vorwürfe wie die Skripal-Affäre dienen. 

    „In dieser Situation sehen wir eine einzigartige Möglichkeit für die Administration in Washington als Hauptverbündetem der Downing Street. In diesen Tagen benötigt der jüngere Partner mehr denn je ein ernstes Wort aus Übersee und Hilfe, die auf weiser Zurückhaltung basiert.“   

    Die Erklärung erschien als Antwort auf eine Reihe von Medienberichten, wonach die USA wegen des Giftanschlags im britischen Salisbury russische Diplomaten ausweisen wollten und nun ähnliche Maßnahmen von ihren europäischen Partnern erwarteten.

    Am 4. März wurden der 66-jährige ehemalige russische GRU-Agent und Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht, wo beide ins Koma fielen. Medienberichten zufolge sollen durch den Vorfall 21 Personen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, darunter auch ein Polizist.

    Premierministerin Theresa May erklärte, dass hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland stecke. Russland weist den Vorwurf zurück.

     

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    Militärnachrichtendienst GRU, Sergej Skripal, Theresa May, Großbritannien, USA, Russland
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