01:04 28 November 2020
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    Nach der jüngsten Tragödie im Einkaufszentrum „Winterkirsche“ mit 64 Toten hat der Vize-Gouverneur des Kusbass, Sergej Ziwilew, die Einwohner der sibirischen Stadt Kemerowo auf Knien um Verzeihung gebeten. Entsprechende Bilder und Videos sind bereits im Netz aufgetaucht.

    Auf dem Hauptplatz der Stadt Kemerowo begann am Dienstagmorgen eine Kundgebung. Sieben Stunden nach deren Start wurden die Teilnehmer von Vertretern der Stadtverwaltung gebeten, den Platz zu verlassen. Die Menschen nahmen diese Worte missbilligend auf. Daraufhin soll die von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellte Tonverstärkeranlage abgeschaltet worden sein.

    Ziwilew versuchte durch das Mikrofon zu sprechen. Als er bemerkte, dass dies nicht funktionierte, sprach er die Menschen direkt an:

    „Ich möchte Sie um Verzeihung bitten“, sagte er und sank plötzlich auf die Knie.

    „Von alters her sanken die Menschen in der Rus auf die Knie, um um Verzeihung zu bitten“, erklärte er. Die Menschen begannen zu applaudieren.

    Ein entsprechendes Video tauchte im Netz auf.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass am frühen Dienstagmorgen Russlands Präsident Wladimir Putin in Kemerowo eingetroffen war. Er besuchte den Ort der Tragödie, wo am Sonntag 64 Menschen bei einem heftigen Brand ums Leben gekommen waren.

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    Tags:
    Kundgebung, Tote, Entschuldigung, Brand, Kemerowo, Russland