07:15 18 Juli 2018
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    Gazprom-Werk im Süden Russlands (Archiv)

    Österreichischer Ex-Finanzminister soll Gazprom beraten

    © AFP 2018 / Yuri Kadobnov
    Politik
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    Der ehemalige Finanzminister Österreichs und ÖVP-Politiker Hans Jörg Schelling soll laut einem Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) den russischen Energieriesen Gazprom für das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 beraten.

    Schelling soll selbst gegenüber dem Blatt bestätigt haben, dass er einen Beratervertrag habe. Über seine Kunden wolle er noch nicht reden.

    An dem Pipeline-Projekt Nord Stream 2 ist auch die österreichische teilstaatliche OMV als Finanzierungspartner beteiligt. Schelling war als Finanzminister auch Vertreter des OMV-Mehrheitseigentümers Republik Österreich gewesen und hat laut den OÖN den jetzigen OMV-Chef Rainer Seele an Bord geholt.

    Prodkution von Röhren für Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
    © Sputnik / Sergej Guneew
    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Pipeline-Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr vor. Die Erdgasleitung, die in der Nähe der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream verlegt werden soll, soll von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland verlaufen.

    Einige Staaten sprechen sich gegen die Pipeline aus, darunter die Ukraine, Polen und die USA. Kiew bangt um seine Einkünfte durch den Transit des russischen Erdgases. Die USA haben ambitionierte Pläne für die Lieferung von Flüssiggas nach Europa.

     

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    Tags:
    Beratung, Nord Stream 2, Gazprom, Deutschland, Russland, Österreich
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