11:52 21 April 2018
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    Auto der britischen Botschaft vor dem Gebäude des russischen Außenministeriums in Moskau

    Feindschaft säen, statt Fakten finden: Die wahre Absicht des Westens im Fall Skripal

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Was für den Westen im Fall Skripal zählt, sind nicht die Tatsachen. Es geht vielmehr darum, Russland zu diskreditieren. Wozu das gut sein soll? Dafür gibt es nur eine plausible Erklärung: Der Westen hat es auf einen Konflikt mit Russland abgesehen und die westlichen Bürger sollen darauf eingestimmt werden.

    Das russische Außenministerium hatte westliche Botschafter zu einem Arbeitstreffen geladen, um Informationen zum Fall des angeblichen Angriffs auf Sergej Skripal und seine Tochter darzulegen. „Diese Informationen sind seit einiger Zeit bekannt, und nichts davon wurde in den westlichen Medien berichtet“, schreibt der US-Publizist Paul Craig Roberts bei „Neopresse.com“.

    Bei dem Arbeitstreffen haben die Russen laut dem Autor wieder einmal auf bekannte Tatsachen verwiesen, wieder einmal haben sie an die Verantwortlichen im Westen appelliert, sich bei der Aufklärung des Vorfalls in Salisbury an bestehende Vereinbarungen und Verfahren zu halten.

    „Die Antwort der Vertreter der amerikanischen und französischen Botschaft war einfach, dass sie keine Beweise brauchten, um mit ihren britischen Freunden solidarisch zu sein, dass Russland allein durch die Vorwürfe schuldig sei und dass sie Russland zur Rechenschaft ziehen würden“, so der Beobachter.

    Wann nur wird Russland endlich einsehen, dass es reine Zeitverschwendung sei, unbegründete Anschuldigungen aus dem Westen mit Fakten zu kontern? „Der Westen kümmert sich einfach nicht darum. Es geht nicht um den Sachverhalt.“

    Irgendwann werde die russische Führung doch erkennen, dass ihr Traum von einer Zusammenarbeit mit westlichen Partnern einfach nicht in Erfüllung gehen soll, „dass der Westen auf einen Konflikt mit Russland eingestellt ist“ und die arglosen westlichen Bürger darauf eingestimmt werden sollen.

    Oder ist der Fall Skripal eine Ausnahme, ein Irrtum? Wohl kaum: Beim Absturz der malaysischen Boeing über der Ostukraine hatte der Westen auch schnellstens Vorwürfe gegen Russland erhoben und Moskau dabei die Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Tragödie verweigert. Darauf hat laut dem Autor bei dem Arbeitstreffen ein Mitarbeiter des russischen Außenministeriums auch verwiesen.

    Überhaupt scheint der Westen das Handwerk falscher Anschuldigungen, die zum Krieg führen, zu beherrschen: An die Fake-Vorwürfe gegen Jugoslawien und Irak mit letztlich Millionen Toten und Vertriebenen als Folge hat das russische Außenministerium ebenfalls erinnert.

    Aus der Luft gegriffen sind diese Parallelen nicht: Die jüngste Geschichte ist überaus reich an Beispielen US-amerikanischer und britischer Interventionen:

    „In letzter Zeit haben wir gesehen, wie der Westen in Serbien, Irak, Libyen, Somalia, Syrien, der Ukraine, dem Jemen auf der Grundlage von offenkundigen und unverfrorenen Lügen interveniert und versucht hat, den Iran und Venezuela zu destabilisieren. Die Geschichte liefert fast endlose Beispiele für die Lügen, die von den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Vereinigten Königreich zur Umsetzung ihrer Pläne verwendet werden“, schreibt Paul Craig Roberts.

    Hat Russland oder ein anderes Land auch nur einen guten Grund, mit „Partnern“ zusammenzuarbeiten, „die schamlos sind, keine Integrität und Ehrlichkeit besitzen und sich als vertrauensunwürdig erwiesen haben?“, fragt der Autor.

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    Tags:
    Anschuldigungen, Vergiftung, Fake-Berichte, Ausweisung, Diplomaten, Außenministerium Russlands, Sergej Skripal, Salisbury, Europa, Russland, Großbritannien
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