16:16 18 November 2018
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    NATO-Standort in Brüssel (Archivbild)

    Nato reduziert Zahl der Mitarbeiter russischer Vertretung

    © AFP 2018 / Gerard Cerles
    Politik
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    Vor dem Hintergrund des Skandals um die Vergiftung des ehemaligen russischen Spions Sergej Skripal hat nun auch die Nato Strafmaßnahmen gegen Russland ergriffen. Laut Generalsekretär Jens Stoltenberg soll die Zahl der Mitarbeiter der Nato-Vertretung Russlands um zehn Personen reduziert werden.

    Insgesamt dürfe die Mitarbeiter-Zahl künftig maximal 20 Personen betragen.

    Diese Entscheidung ändere jedoch nichts an der Politik der Allianz gegenüber Russland. Die Nato sei weiterhin zu einem Dialog mit Moskau bereit.

    Das russische Außenministerium hat bereits eine Reaktion auf diese Maßnahme der Nato angekündigt.

    Am Montag hatten 18 EU-Länder sowie die USA, Kanada, die Ukraine, Albanien, Mazedonien und Norwegen im Zusammenhang mit dem „Fall Skripal“ die Ausweisung russischer Diplomaten beschlossen. Am Dienstag schloss sich Australien als 25. Land an.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

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    Tags:
    NATO, Russland