15:53 17 Oktober 2018
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    Polizeieinsatz bei Geiselnahme im französischen Trebes

    Wie islamische Radikalisierung in Frankreich gestoppt werden kann – Experte

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    Mehr als 20.000 muslimische Extremisten stehen nach Angaben von Maxime Lépante, dem Experten einer Anti-Islamisierungs-Organisation, auf der Beobachtungsliste der französischen Polizei. Wie er gegenüber Sputnik sagte, kann die Polizei aber nicht jeden Terroristen kontrollieren. Nur mehrere Hundert würden von den Geheimdiensten beschattet.

    Zum jüngsten Zwischenfall am Samstag im französischen Trèbes, als ein Geiselnehmer marokkanischer Herkunft drei Menschen getötet und mehrere verletzt hatte, bis er selbst getötet werden konnte, sagte Lépante, der Terrorist habe auf der Extremisten-Liste der Polizei gestanden.

    „Man muss sich darüber klar werden, dass es zu immer neuen  Terroranschlägen in Frankreich kommen wird“, so Lépante. „Denn die Zahl der Muslime, die täglich die Grenze unseres Landes überqueren, geht in die Tausende pro Woche.“

    Ihm zufolge sind Spitzenpolitiker wie Präsident Emmanuel Macron, Premier Edouard Philippe und Innenminister Gérard Collomb daran schuld, wie auch diejenigen, die früher Frankreich regiert hätten. Das seien Nicolas Sarkozy, Jacques Chirac und François Mitterrand, die Millionen Muslimen die Einreise nach Frankreich ermöglicht hätten.

    Nach Meinung des Experten ist es notwendig, die Moscheen, in denen Imame zum Dschihad und zur Ermordung von „Ungläubigen“ aufrufen, zu schließen. Ferner gelte es, illegale muslimische Schulen (zum Koran-Studium), die Kinder zu Terroristen erziehen würden, zu schließen. Auch müssten die Ströme von Finanzmitteln aus Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Kuwait, Marokko und Algerien für den Bau von Moscheen in Frankreich gekappt werden, so Lépante.

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