18:12 14 November 2018
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    Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn (Archiv)

    Luxemburg gibt auf: Keine Spione in russischer Botschaft entdeckt

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    Politik
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    Luxemburg beabsichtigt laut seinem Außenminister Jean Asselborn nicht, russische Diplomaten im Zusammenhang mit der Causa Skripal des Landes zu verweisen.

    „Was Luxemburg betrifft, so gibt es in unserem Land nur sehr wenige russische Diplomaten, und trotz all unserer Bemühungen war es unmöglich festzustellen, wer von ihnen ein Spion ist oder gegen die Interessen des Landes arbeitet“, sagte der Außenminister am Dienstag dem luxemburgischen Sender RTL. Zugleich betonte er, dass „Luxemburg zu 100 Prozent mit Großbritannien solidarisch“ sei.

    Zuvor hatten 18 EU-Länder sowie die USA, Kanada, Australien, die Ukraine, Albanien, Mazedonien und Norwegen im Zusammenhang mit dem Fall Skripal die Ausweisung von Dutzenden russischen Diplomaten beschlossen.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, die beiden seien mit dem Nervengift A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück und fordert Aufklärung.

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    Tags:
    solidarisch, Spione, Ausweisung, Diplomaten, russische Botschaft in Luxemburg, Außenministerium Luxemburgs, Sergej Skripal, Jean Asselborn, EU-Länder, Australien, Kanada, Albanien, Norwegen, Mazedonien, Luxemburg, Großbritannien, USA, Russland, Ukraine