10:00 23 Juli 2018
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    Xi Jinping

    Geheimbesuch: Xi macht Kim ein Angebot

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    China ist bereit, die Beziehungen zu Nordkorea auszubauen: Das Staatsoberhaupt der Volksrepublik, Xi Jinping, hat dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in diesem Zusammenhang bei einem Treffen vier Grundsätze zur Entwicklung der bilateralen Kontakte vorgeschlagen. Das gab das chinesische Außenministerium am Mittwoch bekannt.

    Die Regierung und die Kommunistische Partei Chinas wollen laut Xi der Entwicklung der friedlichen Beziehungen zu Pjöngjang besondere Aufmerksamkeit widmen und sich an den Kurs der Aufrechterhaltung und Festigung der bilateralen Beziehungen auf diversen Ebenen halten.

    „Wir sind voll und ganz bereit, uns gemeinsam mit Nordkorea an einheitliche Bestrebungen zu halten,  das Ausgangsziel nicht zu vergessen, uns Hand in Hand vorwärtszubewegen sowie eine gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang zu fördern, was den Völkern der beiden Länder Nutzen bringen und einen Beitrag für die regionale Entwicklung leisten wird“, so der chinesische Staatschef.

    Zudem soll er Kim vier Grundsätze zur Entwicklung der chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen vorgeschlagen haben.

    Der erste stelle die Notwendigkeit der „Aufrechterhaltung der führenden Rolle von Kontakten und Austauschen auf höchster Ebene“ dar, die immer eine äußerst wichtige und motivierende Rolle in der Geschichte der Beziehungen der beiden Länder gespielt hätten. „Unter den neuen Bedingungen sind wir bereit, regelmäßige Kontakte zur nordkoreanischen Seite in unterschiedlicher Form zu unterhalten, darunter auch in Form von gegenseitigen Besuchen, Entsendung von Sonderbevollmächtigten und  Briefwechsel“, betonte Xi.

    Der zweite Punkt: in vollem Maße die Erfahrung der strategischen Kommunikation einsetzen. Die Seiten sollen laut dem chinesischen Staatschef Kontakte zwischen den führenden Parteien unterhalten, die Zusammenarbeit und den Austausch in diversen Bereichen fördern sowie das Niveau des gegenseitigen Vertrauens erhöhen.

    Eine aktive Förderung der friedlichen Entwicklung bedeutet Xi zufolge der dritte Grundsatz: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Sozialismus mit der chinesischen Spezifik in eine neue Ära eingetreten, und der sozialistische Aufbau Nordkoreas hat eine neue historische Etappe erreicht“, so der chinesische Staatschef. „Wir sind bereit, die Bemühungen mit Nordkorea zu vereinigen, mit dem Zug der Zeit Schritt zu halten, die Fahne des Friedens, der Entwicklung und der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit hoch zu tragen, das Wohlergehen unserer Völker ständig zu verbessern sowie einen konstruktiven Beitrag zur Festigung des regionalen Friedens und der Stabilität zu leisten“, fügte er hinzu.

    Chinesischer Drache
    © REUTERS / Hong Kong Tourism Board
    Als viertes Grundprinzip bezeichnete Xi die Festigung der Grundlagen der Freundschaft zwischen den Völkern der beiden Länder, insbesondere zwischen Jugendlichen, sowie die Aufrechterhaltung und Entwicklung der von den früheren Generationen geerbten Traditionen der Freundschaft zwischen China und Nordkorea.

    Spekulationen über einen China-Besuch des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un hatte es bereits am Montag gegeben, als ein mysteriöser, gepanzerter Zug in Peking gesichtet worden war. Erst am Mittwoch bestätigte die chinesische Seite, Kim war auf Einladung des chinesischen Präsidenten nach Peking bekommen, wo er sich von Sonntag bis Mittwoch aufgehalten haben soll.

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    Beitrag, Vertrauen, Beziehungen, Entwicklung, Grundsätze, Kommunistische Partei Chinas, Außenministerium Chinas, Xinhua, Kim Jong-un, Xi Jinping, Pjöngjang, Peking, Nordkorea, China
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