20:46 22 Juli 2018
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    Russische Botschaft in London

    Russische Diplomaten machen sich über „Times“-Publikation lustig

    © REUTERS / Tom Jacobs
    Politik
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    Mitarbeiter der russischen Botschaft in Großbritannien haben den in der britischen Zeitung „The Times“ erschienenen Artikel über eine unerwartete Vergrößerung des Militärhaushalts Großbritanniens ausgelacht.

    „Dies geschah vor dem Hintergrund der Ernennung von General Sir Nick Carter, dem Heereschef, der bereits mehrere Wochen vor der Attacke in Salisbury Besorgnis über die russische Bedrohung artikuliert hatte, zum neuen Сhef der Streitkräfte“, heißt es in dem Artikel.

    Laut den russischen Diplomaten hat die russlandfeindliche Rhetorik Carters allem Anschein nach seinen Karriereaufstieg beeinflusst. „1. Nenne Russland eine Bedrohung. 2. Investiere in die Medienkampagne. 3.????? 4. Profit!“, heißt es auf der Twitterseite der russischen Botschaft.

    Der Ex-Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury vergiftet worden. London warf Moskau vor, in diese Affäre verwickelt zu sein, und wies 23 russische Diplomaten aus. Dem Beispiel Großbritanniens folgten etliche Länder. Einige davon, so Belgien und Frankreich, lehnten es jedoch ab, die diplomatischen Beziehungen zu Russland abzubrechen.

    Die russische Botschaft in London hatte bereits früher „The Times“ kritisiert, so beispielsweise wegen des Beitrags unter dem Titel „World unites in biggest ever mass expulsion of Russian spies“  (Die Welt vereinigt sich in bisher größter massenhafter Ausweisung russischer Spione).

    Die Diplomaten haben darauf aufmerksam gemacht, dass bei weitem nicht alle Länder dieser Initiative zustimmen, und den Verfasser als „gnadenvollen Kolonialisten“ bezeichnet.

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    Tags:
    Artikel, The Times, Nick Carter, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Russland
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