00:35 21 Juli 2018
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    Deutscher Botschafter Rüdiger von Fritsch während Besuchs des russischen Außenministeriums

    Protestnoten und Gegenmaßnahmen: Moskau bestellt Botschafter mehrerer Staaten ein

    © REUTERS / Maxim Shemetov
    Politik
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    Die Botschafter jener Länder, die unfreundliche Schritte gegen Russland im „Fall Skripal“ unternommen haben, werden Protestnoten bekommen. Dies teilte das russische Außenministerium mit. Darüber hinaus werden Gegenmaßnahmen angekündigt.

    „Am 30. März werden die Leiter der in Russland akkreditierten diplomatischen Missionen einer Reihe von Ländern einbestellt, die ,aus Solidaritätʻ mit Großbritannien im ,Fall Skripalʻ gegenüber Russland unfreundlich vorgegangen sind“, heißt es aus dem russischen Außenministerium.

    „An die Botschafter werden Protestnoten gerichtet und von der russischen Seite die Gegenmaßnahmen erklärt.“

    Am Donnerstag war mitgeteilt worden, Moskau weise 60 US-Diplomaten aus und schließe das US-Konsulat in Sankt Petersburg.

    Zuvor hatten mehrere EU-Länder sowie die USA, Kanada, Norwegen und die Ukraine russische Diplomaten ausgewiesen – als Reaktion auf die Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien, für die Premierministerin Theresa May Russland verantwortlich macht. Die USA hatten 48 russische Diplomaten und zwölf russische Mitarbeiter von UN-Einrichtungen des Landes verwiesen und das russische Konsulat in Seattle geschlossen.

    Am Donnerstag hatte Russland 58 US-Diplomaten sowie zwei Mitarbeiter des US-Konsulats in Jekaterinburg in der Ural-Region zu Persona non grata erklärt. Sie müssen Russland bis zum 5. April verlassen.

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    Tags:
    Protestnote, Gegenmaßnahmen, Botschafter, Außenministerium Russlands, Russland