05:46 20 August 2018
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    Deutscher Botschafter Rüdiger von Fritsch verlässt das russische Außenministerium, der 30. März 2018

    Nach Termin im Moskauer Außenamt: Deutscher Botschafter kommentiert Einbestellung

    © AFP 2018 / Vasily Maximov
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    Das russische Außenministerium hat nach der Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Deutschland den deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, einbestellt. Nach dem Termin hat der Diplomat eine Erklärung vor der Presse abgegeben.

    „Es bleibt Deutschlands Interesse, ein gutes Verhältnis mit Russland zu haben. Wir bleiben offen für den Dialog“, sagte von Fritsch am Freitag, nach dem Termin im Ministerium.

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    ​Er forderte die russische Regierung auf, offene Fragen zu beantworten und „Klarheit und Transparenz zu schaffen“.

    Am Donnerstag hatte Russland 58 US-Diplomaten sowie zwei Mitarbeiter des US-Konsulats in Jekaterinburg in der Ural-Region zu Persona non grata erklärt. Sie müssen Russland bis zum 5. April verlassen. Außerdem wurde die Schließung des US-Konsulats in Sankt Petersburg verkündet.

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    Zuvor hatten mehrere EU-Länder sowie die USA, Kanada, Norwegen und die Ukraine russische Diplomaten ausgewiesen – als Reaktion auf die Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien, für die Premierministerin Theresa May Russland verantwortlich macht. Die USA hatten 48 russische Diplomaten und zwölf russische Mitarbeiter von UN-Einrichtungen des Landes verwiesen sowie das russische Konsulat in Seattle geschlossen.

    Der für die britischen Geheimdienste arbeitende Ex-Oberst der russischen Militäraufklärung GRU, Sergej Skripal, und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury vergiftet worden. Die britische Seite behauptet, an der Vergiftung der Skripals mit dem Stoff A234  sei der russische Staat beteiligt gewesen. Russland hat dies jedoch entschieden zurückgewiesen und eine objektive Untersuchung des Falls gefordert.

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