07:25 14 November 2018
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    Griechenland nimmt umstrittene Inseln in EU-Umweltprogramm auf – Türkei sauer

    © AFP 2018 / Mustafa Ozer
    Politik
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    Ankara hat den Beschluss des griechischen Parlaments über die Aufnahme von den umstrittenen Imia-Inseln und deren Umgebung in der östlichen Ägäis in das Netz der im Programm „Natura 2000“ aufgelisteten EU-Schutzgebiete verurteilt. Dies geht aus der Mitteilung des Sprechers des türkischen Außenministeriums Hami Aksoy hervor.

    „Im Großen und Ganzen haben wir keine Einwände gegen die Umsetzung der EU-Umweltprogramme. Allerdings versucht Griechenland, diese im eigenen Interesse auszunutzen, unter anderem auch im Zusammenhang mit den Problemen in der ägäischen Region", heißt es in der Mitteilung.

    1996 hatte ein territorialer Streit über die zwei Felseninseln in der Inselgruppe Dodekanes eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland ausgelöst. Die Krise wurde durch den Eingriff der Weltgemeinschaft, darunter die Nato und die USA, geregelt.

    Das Verhalten der Türkei gegenüber der griechischen Politik im Bereich der Umsetzng der Umweltprogramme, darunter auch des Programms „Natura 2000", sei der EU-Kommission bereits 1998 ausführlich mitgeteilt worden, so Aksoy. „Ankara ruft Athen erneut dazu auf, Vernunft an den Tag zu legen und auf Versuche zu verzichten, EU-Programme zur politischen Manipulation zu instrumentalisieren", betonte er.

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    Tags:
    Umweltprogramm, umstritten, Inseln, Territorialstreit, Konflikt, EU, Türkei, Griechenland