03:53 23 Juli 2018
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    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Archivbild)

    Netanjahu verweigert Türkei das Recht auf Moralpredigten

    © AP Photo / Matt Dunham
    Politik
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    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Vorwürfe seitens der Türkei, dass die israelische Armee bei den jüngsten Krawallen im Gazastreifen gegen Palästinenser Gewalt angewandt hat, entschieden zurückgewiesen. Laut dem Regierungschef darf Ankara „der moralischsten Armee der Welt“ nicht Moral predigen.

    „Die moralischste Armee der Welt braucht keine Moralpredigten von jemandem, der selbst seit Jahren die Zivilbevölkerung ohne Unterscheidung bombardiert“, wird Netanjahu von seinem Pressedienst zitiert.

    Zuvor hatte die Türkei die israelischen Militärs kritisiert, die auf Teilnehmer der Zusammenstöße im Gazastreifen Feuer eröffnet hatten. Mindestens 15 Menschen waren dabei getötet und 1500 verletzt worden.

    Das türkische Außenministerium hatte am Freitag „unangemessene Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten“ verurteilt und von Israel gefordert, diese zu stoppen. Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdoğan, hat Israels Vorgehen als einen „unmenschlichen Angriff“ bezeichnet.

    Die israelischen Militärs gestehen, Feuerwaffen gegen die aggressivsten Demonstranten angewandt zu haben, erklären ihr Vorgehen aber mit der Notwendigkeit, die Staatsgrenze zu schützen.

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    Tags:
    Gewaltanwendung, Zusammenstöße, Demonstrationen, Krawalle, Armee, Außenministerium der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, Benjamin Netanjahu, Gazastreifen, Türkei, Israel, Palästina
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