05:08 22 April 2018
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    Raketenkreuzer Moskau der russischen Schwarzmeerflotte

    Nach Schiffsarrest: Schwarzmeerflotte darf Waffen für Schutz einsetzen - Admiral

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Die Angehörigen der Schwarzmeerflotte werden im Rahmen ihrer Vollmachten die russische Schifffahrt im Asowschen Meer schützen – in neutralen Gewässern sind sie berechtigt, von ihren Waffen Gebrauch zu machen. Dies erklärte der Befehlshaber der Baltischen Flotte, Admiral Wladimir Walujew.

    So kommentierte er die Meldung, dass das Kommando der russischen Schwarzmeerflotte die Gewährleistung der sicheren Schifffahrt im Schwarzen und im Asowschen Meer erörtert, nachdem die ukrainischen Grenzer den russischen Fischkutter „Nord“ aufgebracht hatten.

    „Das ist eine ungesunde Idee der Behörden der Ukraine, die mit allen zugänglichen Methoden bekämpft werden muss“, sagte Admiral Walujew im Gespräch mit Sputnik.

    Er erinnerte daran, dass es Regeln für das Befahren der neutralen Gewässer gebe und dass gemäß der internationalen Konvention alle berechtigt seien, sich dort ungehindert aufzuhalten, wenn sie nicht die Hoheitsgewässer verletzten.

    Aber laut dem General kommt es zuweilen vor, dass sich ein Land eigenen Regeln ausdenkt. „Die Ausdehnung der Hoheitsgewässer muss so sein, dass sie der Staat schützen kann. Es gibt eine Drei- und einen Zwölf-Meilen-Zone. Zum Beispiel in Somalia, wo es seinerzeit ein paar Boote gab, hatte man eine 200 Meilen breite Hoheitszone verkündet. Verteidigen könne man sie nicht, habe sie aber erklärt“, erläuterte der Sputnik-Gesprächspartner.

    Er vermutet, dass die Kiewer Behörden „garstig zu handeln und sich dem gesunden Menschenverstand und den internationalen Regeln zuwider etwas Eigenes auszudenken beginnen“, weshalb sie auch das russische Schiff in neutralen Gewässern aufgebracht hätten.

    Wie Admiral Walujew ergänzte, dürfen sich die zivilen Schiffe in internationalen Gewässern in der Begleitung von Kriegsschiffen befinden.

    „Insofern ein ziviles Schiff ebenso wie ein Kriegsschiff eine Exterritorialität besitzt und dementsprechend unantastbar ist, sind sie berechtigt, sich gegen Überfälle zu wehren. Ein Kriegsschiff kann die zu begleitenden Schiffe durch eine Warnung über internationale Kommunikationskanäle auf diplomatische Art und Weise, durch Warnschüsse bis hin zum Einsatz von Waffen gegen Unverfrorene schützen“, schloss der russische Admiral.

    Der ukrainische Grenzschutz hatte am 26. März im Asowschen Meer den russischen Fischkutter „Nord“ aufgebracht, der angeblich die ukrainische Seegrenze verletzt haben soll, und das Schiff nach Berdjansk verschleppt. Die zehnköpfige Besatzung wurde festgesetzt. Moskau fordert die sofortige Freilassung des Schiffes und seiner Crew.

    Wie der Kapitän mitteilte, stellen die ukrainischen Behörden den Matrosen Freiheit in Aussicht, sollten sie sich zur ukrainischen Staatsbürgerschaft bekennen. Dabei merkte er an, dass dem russischen Konsul unter dem Vorwand, dass sich an Bord des Kutters keine Bürger Russlands befänden, der Zugang zur Besatzung verwehrt werde.

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    Tags:
    Schutz, Schießbefehl, Schwarzmeerflotte, Wladimir Walujew, Asowsches Meer, Schwarzes Meer, Krim, Ukraine, Russland