17:38 19 Oktober 2018
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    Polizei beim Ort, wo vergiftete Sergej Skripal und sein Tochter Julia gefunden wurden (Archiv)

    Polnischer Politiker zu Skripal-Fall: London muss Moskau Beweise vorlegen

    © AP Photo / Jonathan Brady/PA
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    Russland ist ganz und gar nicht daran interessiert gewesen, den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal zu vergiften. Das sagte der angesehene polnische Politiker Janusz Korwin-Mikke nach Angaben der Zeitung „Rzeczpospolita“.

    In dieser Frage solidarisierte sich er mit Russlands Präsident Wladimir Putin, dem zufolge London entweder Beweise vorlegen oder sich bei Moskau entschuldigen sollte. Dabei sagte Korwin-Mikke, er sehe die CIA als Drahtzieher.

    „Ich glaube nicht, dass Russland für die Vergiftung von Sergej Skripal verantwortlich ist.“ Gewisse Kreise versuchten, einen Krieg gegen Russland und China anzuzetteln. Diesmal seien entsprechende Schritte von der CIA unternommen worden.

    „Ich habe nicht die geringste Absicht, Abneigung gegenüber Russland zu schüren. Die gegenwärtigen polnischen Behörden sind entgegen den Interessen Polens antirussisch gesinnt und folgen im Schlepptau der USA“, sagte der polnische Politiker.

    Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Seite geht davon aus, dass die beiden mit Nervengift A234 vergiftet wurden, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Moskau weist jegliche Anschuldigungen entschieden zurück. Sergej Skripals Zustand bleibt weiterhin kritisch, während es Julia deutlich besser geht.

    Skripal war 2006 zu 13 Jahren Haft wegen Spionage zugunsten Großbritanniens verurteilt worden. 2010 wurde er im Rahmen eines Tauschs gegen enttarnte russische Agenten an Großbritannien ausgeliefert.

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    Tags:
    Beweise, Vergiftung, A-234 "Nowitschok", Sergej Skripal, Polen, Russland, Großbritannien