20:43 03 August 2020
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    Der Chef des Ausschusses für Informationspolitik beim Föderationsrat, Alexej Puschkow, hat via Twitter erklärt, dass die Vorwürfe Großbritanniens gegen Russland in Bezug auf die Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal zusammengebrochen seien.

    „Es wird keine Belege geben, es gibt solche nicht. In London wurde laut eigenen Worten der Typ des Stoffes festgestellt, aber kein Ursprungsland. Und das bedeutet einen Zusammenbruch aller Vorwürfe gegen Moskau. In Berlin und Paris hat man umsonst den,britischen Kollegen vertrautʻ. Manchmal soll man eben nicht aufs Wort glauben, weil man in die Tinte geraten kann“, twitterte Puschkow.

    Zuvor war bekannt geworden, dass die Experten des britischen Chemielabors Porton Down die Herkunft des Nervengiftes, mit dem der russisch-britische Ex-Doppelagent Sergej Skripal vergiftet wurde, nicht nachweisen konnten. Das teilte Laborchef Gary Aitkenhead dem TV-Sender Sky News am Dienstag mit.

    Daraufhin hieß es aus dem britischen Außenministerium, dass die Vorwürfe gegen Moskau in Bezug auf die Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal nicht ausschließlich auf Erkenntnissen des Nervengift-Labors, sondern teilweise auf Informationen der britischen Geheimdienste basiert hätten.

    Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Seite geht davon aus, dass die beiden mit Nervengift A234 vergiftet wurden, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Moskau weist jegliche Anschuldigungen entschieden zurück. Sergej Skripals Zustand bleibt weiterhin kritisch, während es Julia deutlich besser gehen soll.

    Skripal war 2006 zu 13 Jahren Haft wegen Spionage zugunsten Großbritanniens verurteilt worden. 2010 wurde er im Rahmen eines Tauschs gegen enttarnte russische Agenten an Großbritannien ausgeliefert.

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    Tags:
    Vorwürfe, Belege, Alexej Puschkow, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland