16:38 25 April 2018
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    Giftaffäre: Britisches Außenministerium löscht provokanten Tweet

    © AP Photo / Matt Rourke, File
    Politik
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    Das britische Außenministerium hat einen seiner Tweets entfernt, in dem behauptet worden ist, dass die Substanz, mit dem der russische Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien vergiftet wurde, russischer Herkunft sei. Auf Anfrage gab die Behörde eine Erklärung für die Entscheidung ab.

    Der Tweet habe die Worte des britischen Botschafters in Russland, Laurie Bristow, angeblich nicht zur Gänze wiedergegeben.

    ​„Das Briefing der britischen Botschaft in Moskau am 22. März wurde in Echtzeit übertragen, um möglichst vielen Zuschauern zu erklären, was in Salisbury passiert ist. Einer der Tweets wurde gekürzt und hat die Worte unseres Botschafters nicht genau wiedergegeben. Wir haben den Tweet gelöscht“, so ein Vertreter des britischen Außenministeriums gegenüber Sputnik.

    Am Dienstag hatten die Experten des britischen Chemielabors Porton Down die genaue Herkunft des Nervengiftes, mit dem der russisch-britische Ex-Doppelagent Sergej Skripal vergiftet wurde, nicht nachweisen können. Das teilte Laborchef Gary Aitkenhead dem TV-Sender Sky News mit.

    Daraufhin hieß es aus dem britischen Außenministerium, dass die Vorwürfe gegen Moskau in Bezug auf den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal nicht ausschließlich auf Erkenntnissen des Chemielabors, sondern teilweise auf Informationen der britischen Geheimdienste basiert hätten.

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    Tags:
    Nervengift, Gift, Herstellung, Vergiftung, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland
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