05:15 22 Juli 2018
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    US-Soldat in Syrien

    Israelischer Ex-Geheimdienstchef erklärt, warum USA Syrien bald verlassen müssen

    © AP Photo / Hussein Malla
    Politik
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    Aus Sicht des ehemaligen Leiters des israelischen Geheimdienstes Nativ Yaakov Kedmi werden US-Soldaten Syrien bald verlassen müssen. Und dafür gibt es laut ihm zwei wichtige Gründe.

    Erstens spiele die Einstellung des US-Präsidenten Donald Trump eine große Rolle, der „nicht versteht, wieso er sieben Billionen US-Dollar“ für eine Region ausgeben sollte, die nicht mehr so bedeutend wie vor zehn Jahren sei, so Kedmi.

    Zweitens könne in der Region bald ein Partisanenkrieg gegen US-Soldaten ausbrechen. So hätten prosyrische Einheiten erst vor einigen Tagen US-Stellungen östlich von Rakka beschossen. Ein solcher Partisanenkrieg werde die USA in eine äußerst heikle Lage bringen, so der Ex-Nativ-Chef weiter. Denn sie würden keinen Angriff auf die von Russland unterstützten syrischen Kräfte riskieren, insbesondere nach einer ausdrücklichen Warnung des russischen Generalstabs.

    „In Syrien ist es schon vorbei. Die letzte Enklave (Ost-Ghuta) ist gefallen. Es ist nur das kleine Gebiet Daraa geblieben, wohin die (syrischen – Anm. d. Red.) Truppen verlegt werden. Wenn sie schlau sind und weder Schiiten noch die Hisbollah dorthin schicken, werden wir (Israel – Anm. d. Red.) nicht intervenieren“, wird Kedmi vom Nachrichtenportal „Ekonomika Segodnja“ zitiert.

    Am 29. März hatte Trump wie schon in seinem Wahlkampf angekündigt, dass die USA Syrien „sehr bald“ verlassen würden.

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    Tags:
    Abzug, Hisbollah, US-Armee, Donald Trump, Syrien, USA
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