01:14 15 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1453
    Abonnieren

    Die Schaffung eigener Technologien und Regeln zur Verwaltung von großen Weltraumgruppierungen ist laut dem hochrangigen russischen Experten Valentin Uwarow ein Muss für Russland. Sonst werden russische Unternehmen nach US-Regeln ins All fliegen und ihre Aktivitäten mit den USA abstimmen müssen, warnt der Experte.

    „Wenn man bei den Vorgängen im Weltraumbereich außen vor  bleibt, werden Russland und russische Unternehmen künftig im besten Fall nach US-Regeln in den Weltraum fliegen und Nutzlast abstimmen müssen. Vielleicht werden wir aber auch zahlen müssen, um über die Lage im Weltraum informiert zu werden“, sagte Uwarow, Präsidentenberater der Internationalen Assoziation der Teilnehmer an Weltraumaktivitäten  (International Association of Space Activities Participants, IASP) und Mitglied des Weltraumrates der Russischen Akademie der Wissenschaften.

    Die Nasa beschäftigt sich ihm zufolge seit 2016 mit der Erarbeitung von Technologien und Regeln zur Verwaltung von Satellitengruppierungen und plant die Gründung einer Zivilbehörde, die Informationen über die Lage im Weltall liefern soll. Diese Struktur solle unter anderem möglichen Vorfällen im Weltraumverkehr vorbeugen.

    In Russland ist das Hauptforschungsinstitut von Roskosmos mit einer Initiative zur Schaffung solcher Regeln und Technologien aufgetreten. Die Akademie der Wissenschaften hat die Initiative unterstützt.

     

    Zum Thema:

    „Trifft jedes Ziel in Russland“: Diese neuen Waffen entwickeln die USA
    Ein völkerrechtlicher Blick auf das Weltkulturerbe Hagia Sophia
    „Wer glaubt denn, dass die Bundesrepublik wirklich verteidigt wurde?“ - Gysi in Wehrpflicht-Debatte
    Tags:
    Flüge, Forschungen, Regeln, Verkehr, Weltraum, USA, Russland