11:56 14 Dezember 2019
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    Polizei an der Stelle in Salisbury, wohin Skripals Auto transportiert wurde

    Kein Antidot im Skripal-Fall? London schweigt über Rettungsmethode – Botschafter

    © REUTERS / Henry Nicholls
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    Russland hat immer noch keine Angaben von Großbritannien über das Gegengift erhalten, mit dem der vergiftete Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter vermutlich gerettet wurden. Das teilte der russische Botschafter in London, Alexander Jakowenko, am Donnerstag mit.

    „Es gab bislang keine offizielle Antwort. Wir haben nur das Interview eines Vertreters des Labors Porton Down gesehen. Er sagte, dass kein Antidot genutzt worden sei“, sagte Jakowenko. Moskau habe sofort beim britischen Außenministerium um Auskunft gebeten.

    „Drei Tage sind vorbei. Schweigen.“

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

    18 EU-Länder sowie die USA, Kanada, die Ukraine, Albanien, Mazedonien, Norwegen und Australien haben im Zusammenhang mit dem „Fall Skripal“ die Ausweisung russischer Diplomaten beschlossen.

     

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    Tags:
    Vergiftung, Angaben, Antidot, Nervengift, Sergej Skripal, Salisbury, Russland, Großbritannien