21:12 21 April 2018
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    Russland bereit, OPCW-Erkenntnisse zu akzeptieren – unter einer Bedingung

    © East News / Peter Dejong
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    Moskau ist laut dem russischen Botschafter in London, Alexander Jakowenko, bereit, die Ermittlungsergebnisse der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) im Fall des vergifteten russischen Ex-Spions und Überläufers Sergej Skripal anzuerkennen. Doch dafür muss laut ihm eine wichtige Bedingung erfüllt werden.

    Russland werde die Anerkennung dieser Ergebnisse von der Zustimmung der internationalen Gemeinschaft abhängig machen.

    „Was die Ergebnisse angeht: Wir werden sie natürlich akzeptieren. Doch diese Resultate müssten von der internationalen Gemeinschaft bestätigt werden“, so Jakowenko. „Wir wollen sehen, wer diese Experten sind. Momentan wissen wir nicht, wer sie sind.“

    Es sei außerdem wichtig, dass die OPCW-Expertengruppe aus Vertretern verschiedener Länder bestehe.

    Am Mittwoch hatte in Den Haag eine Sitzung des Exekutivkomitees der OPCW stattgefunden. Russland präsentierte zusammen mit dem Iran und China ein Projekt, das eine gemeinsame russisch-britische Ermittlung des Vorfalls in Salisbury vorsieht. Die westlichen Länder blockierten jedoch den Vorschlag.

     

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    Tags:
    Internationale Gemeinschaft, Bedingung, Anschlag, Nervengift, Ermittlung, Vergiftung, OPCW, Julia Skripal, Sergej Skripal, Russland, Großbritannien
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