22:08 17 November 2018
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    Herstellung von Bauteilen der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)

    Nord Stream 2: „Offensive für Ukraine, Energie-Erpressung von EU“ – Kiews Fieberwahn

    © Foto: Nord Stream 2/Axel Schmidt
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    Der Vorsitzende der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), Andri Parubi, hat im Projekt Nord Stream 2 eine militärische Bedrohung für Kiew gesehen. Das folgt aus seinem Auftritt bei einer Konferenz zur nationalen Sicherheit der Ukraine, meldet die Agentur Unian. Moskau hat auf diese Worte scharf geantwortet.

    „Der Start von Nord Stream 2 kann auch eine direkte militaristische Bedrohung darstellen, die eine erneute groß angelegte Offensive russischer Truppen auf die Ukraine provozieren kann“, zitiert die Agentur den Abgeordneten.

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    Bau der Pipeline Nord Stream 2 (Archiv)
    © Foto : Nord Stream 2/Axel Schmidt
    Angeblich wolle Russland eine „Energie-Erpressung“ einsetzen, um die politischen Vorgänge, unter anderem in den europäischen Ländern, zu beeinflussen. In der Verwirklichung des wirtschaftlichen Projektes Nord Stream 2 sehe Parubi „eine aggressive Absicht Moskaus zur Druckausübung auf die Europäische Union“.

    Die ukrainischen Machthaber versuchen Russland als äußeren Feind darzustellen, den sie für die inneren Probleme verantwortlich machen wollen, äußerte der Vize-Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma (Russisches Parlamentsunterhaus), Juri Schwytkin, gegenüber dem Sender RT.

    „Das ist ein weiterer Fieberwahn. Russland hat nie aggressive Pläne gegen die Ukraine oder einen anderen Staat entwickelt“, so der Politiker.

    Mehr zum Thema: „Keine EU- und Nato-Mitgliedschaft für Ukraine je möglich“ – Ukrainischer Ex-Minister

    Die Ukraine hatte früher die europäischen Länder aufgerufen, der Realisierung des Projektes Nord Stream 2 Widerstand zu leisten. Später äußerte der Chef der Generaldirektion Energie in der EU-Kommission, Dominique Ristori, dass die Europäische Kommission das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2 nicht unterstützen werde.

    Nord Stream 2 ist das Projekt einer Gaspipeline, die aus Russland über den Meeresgrund der Ostsee direkt nach Deutschland führt. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG in die Tat umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent der Aktienanteile dieser AG. Bis Ende 2019 ist die Inbetriebnahme der Pipeline geplant. Ihre Kapazität soll 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen.

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    Tags:
    Energiesektor, Energielieferungen, Gasausfuhren, Energiemarkt, Energiepolitik, Energiesicherheit, Gaskrieg, Energie, Gas, Verteidigung, Gaslieferung, Energiebereich, Nord Stream 2, Werchowna Rada, Oberste Rada, Staatsduma, Gazprom, Juri Schwytkin, Andrij Parubij, Andrej Parubij, EU, EU-Länder, Europäische Union, Europa, Russland, Ukraine