03:22 16 Juli 2018
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    Russische Botschaft in London (Archivbild)

    Russische Botschaft in London richtet Note an britisches Außenministerium

    © REUTERS / Tom Jacobs
    Politik
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    Die russische Botschaft in London hat eine Note an das britische Außenministerium gerichtet, in der sie um ein Treffen zwischen dem Botschafter Alexander Jakowenko und dem britischen Außenminister Boris Johnson gebeten hat. Das teilte ein Vertreter des Pressedienstes der Botschaft am Samstag gegenüber Sputnik mit.

    „Es scheint, dass das Treffen des Botschafters, Alexander Jakowenko, mit dem britischen Außenminister, Boris Johnson, lange überfällig ist, damit sie den gesamten Komplex der bilateralen Beziehungen sowie die Ermittlung des Vorfalls in Salisbury erörtern können. Diesbezüglich hat Jakowenko eine persönliche Note an Johnson gerichtet“, sagte der Diplomat.

    Er betonte, die Botschaft könne die aktuelle Ebene der Zusammenarbeit mit dem britischen Außenministerium nicht als ausreichend einschätzen.

    „Wir hoffen auf eine konstruktive Antwort der britischen Seite und rechnen damit, dass ein solches Treffen in allernächster Zeit veranstaltet wird“, so der Diplomat.

    Der Fall Skripal

    Der russische Ex-Spion und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im südenglischen Salisbury auf einer Parkbank bewusstlos aufgefunden worden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Die britische Premierministerin, Theresa May, machte Russland für das Attentat verantwortlich und ließ russische Diplomaten ausweisen. Aus „Solidarität“ mit London wiesen Deutschland, die USA und deren Bündnispartner insgesamt mehrere Dutzend russische Diplomaten aus. Moskau antwortete mit Gegenmaßnahmen.

    Ende vergangener Woche war mitgeteilt worden, Julia Skripal wäre aus dem Koma erwacht. Einige Tage später teilte Julia selbst mit, sie fühle sich immer besser. Nach Angaben von Ärzten befindet sich Sergej Skripal nicht mehr in einem kritischen Zustand: Sein Zustand soll sich rapide verbessert haben.

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    Tags:
    Note, Treffen, Beziehungen, Außenministerium Großbritanniens, Sergej Skripal, Boris Johnson, Alexander Jakowenko, London, Großbritannien, Russland
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