12:34 16 August 2018
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    Nach Amokfahrt in Münster: „Absolute Sicherheit nicht möglich” – Seehofer

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    Politik
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    Einen Tag nach dem tödlichen Zwischenfall in Münster hat Bundesinnenminister Horst Seehofer den Opfern und ihren Angehörigen die Anteilnahme der Bundesregierung ausgesprochen und seine Sicht auf die Sicherheitslage in Deutschland geäußert.

    Der Auto-Anschlag habe einmal mehr gezeigt, „dass bei allen Bemühungen einer staatlichen Gemeinschaft leider eine absolute Sicherheit nicht möglich ist“, betonte der CSU-Politiker bei einem Besuch in der nordrhein-westfälischen Stadt. Laut Seehofer muss der Staat aber weiterhin „alles tun, um solche Verbrechen in der Zukunft zu mindern oder vielleicht sogar zu verhindern“.

    „Dieses feige und brutale Verbrechen hat uns alle sehr betroffen gemacht“, so Seehofer.

    Am 7. April war in der Innenstadt von Münster ein Kleinlaster in eine Menschenmenge vor dem Restaurant „Grosser Kiepenkerl“ gefahren. Die Polizei bestätigte gegenüber Sputnik bislang zwei Tote und 20 Verletzte. Auch der Fahrer des Kleinlasters soll tot sein. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

    Nach Angaben der „Bild“-Zeitung handelte es sich um den 48-jährigen Jens R., einen psychisch auffälligen Deutschen ohne Vorstrafen, der aus dem Sauerland stammt. Wie das ZDF berichtet, hatte der Täter bereits früher einen Selbstmordversuch unternommen.

    Mehr zum Thema: Amokfahrt von Münster: Keine Hinweise auf Mittäter

    Der Bundesinnenminister unterstrich, es gebe im Moment starke Hinweise, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt habe und kein Bezug zur Terrorszene bestehe. Er hoffe inständig und bete dafür, dass die Verletzten wieder gesund werden.

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    Tags:
    Ermittlungen, Tragödie, Amokfahrt, Zwischenfall, Horst Seehofer, Deutschland, Münster
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