00:54 21 September 2018
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    US-Zerstörer USS Donald Cook (Archivbild)

    US-Zeitschrift: So könnte Trump Syrien angreifen

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    Falls US-Präsident Donald Trump sich für einen Schlag gegen Syrien als Antwort auf die angebliche „C-Waffen-Attacke“ in der syrischen Stadt Duma entscheidet, wird er stärker als zuvor ausfallen müssen. Das teilte der Experte vom Center for a New American Security (CNAS) in Washington, Nicholas Heras, gegenüber der Zeitschrift „Foreign Policy“ mit.

    Der Experte erinnerte an den US-Raketenschlag auf den syrischen Militärflugplatz Schairat vom April 2017, als Schiffe der US Navy im Mittelmeer 59 Tomahawk-Raketen abgefeuert hatten. Der Angriff habe laut Heras seinen Zweck nicht erreicht: Die syrischen Jets konnten bereits einige Stunden nach der Attacke vom Flugplatz starten.

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    Außerdem seien die vermeintlichen „C-Waffen-Vorräte“ von Damaskus intakt geblieben, und die Regierungstruppen hätten sie weiter verwendet, meint der Experte.

    „Um der Regierung von Baschar al-Assad ausreichend Schäden zuzufügen und das von Trump gewünschte Signal zu senden, werden die USA mehr Ziele attackieren müssen. Das wird Assads Militärkapazitäten wesentlich einschränken“, so Heras.

    Washington sollte demzufolge syrische Militärobjekte sowohl im Osten als auch im Westen des Landes angreifen.

    Früher hatten die US-Medien berichtet, dass der Zerstörer USS Donald Cook bereits den Hafen in Zypern verlassen habe und auf dem Weg nach Syrien sei. Ein zweites US-Schiff könne diese Region in mehreren Tagen erreichen. Die USS Donald Cook soll über Marschflugkörper „Tomahawk“ verfügen. Die türkische Zeitung „Hurriyet“ spricht von 60 Marschflugkörpern an Bord.

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    Die USA hatten als Reaktion auf einen vermutlichen Giftgasangriff in der Nacht auf den 7. April von Schiffen der US Navy im Mittelmeer aus 59 Tomahawk-Raketen auf den syrischen Militärflugplatz Schairat abgefeuert, ohne irgendwelche Beweise vorgelegt oder auch nur eine Untersuchung durchgeführt zu haben, ob Damaskus schuldig ist. Moskau bezeichnete den Angriff als einen Verstoß gegen das Völkerrecht.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens erhielt die OPCW sogar den Nobelpreis.

    Russische Militärs berichteten am 13. März diesen Jahres von einer Provokation, die in Syrien vorbereit werde. Demnach werden Militante in Ost-Ghuta versuchen, einen C-Waffen-Anschlag zu inszenieren. Die USA können später diese Provokation als Anlass für einen Angriff auf Syrien benutzen, meinen die Militärs.

    Licht, Kamera, Action! So werden „C-Waffen“-Provokationen in Syrien vorbereitet
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