07:01 20 April 2018
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    Blick auf den Kreml (Symbolbild)

    Kreml kommentiert Trumps Erklärung über bevorstehenden Schlag gegen Syrien

    © Sputnik / Natalja Seliverstowa
    Politik
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    Moskau hält nichts von der Twitter-Diplomatie und empfiehlt den US-Behörden, die Situation in Syrien nicht weiter zu verschärften. Das erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau.

    „Wir plädieren für ernsthaftes Herangehen. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass es wichtig ist, keine Schritte zu unternehmen, die die ohnehin schon fragile Situation noch mehr verschlimmern würden“. Die USA versuchten, einen erdachten Vorwand für ihren Schlag gegen Syrien zu nutzen, sagte Peskow in einer Stellungnahme zu jüngsten Twitter-Äußerungen von US-Präsident Donald Trump.

    Trump hatte am Mittwoch bei Twitter folgendes erklärt: “Russland verspricht, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach dich gefasst, Russland, denn sie werden kommen, gut, neu und,smart‘!“. Russland sollte kein Partner von einem „Tier“ sein, das sein Volk vergase und das alles genieße, fügte er hinzu.

    Medienberichten zufolge war in der syrischen Stadt Duma Chlorgas gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden. Westliche Länder machten Damaskus für die Attacke verantwortlich. Die USA kündigten mögliche militärische Vergeltungsschritte an.

    Das russische Aussöhnungszentrum in Syrien dementierte jegliche Berichte über die Giftgasattacke in Duma. Vor Ort seien keinerlei Spuren toxischer Stoffe entdeckt worden. In örtlichen Krankenhäusern gebe es keine Patienten mit Vergiftungssymptomen, hieß es.

    Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) kündigte die Absicht an, ihre Experten nach Syrien zu schicken, die am Ort des mutmaßlichen Chemieangriffs eigene Ermittlungen vornehmen werden. RIA Novosti vorliegenden Angaben zufolge dürfte eine erste Gruppe von OPCW-Experten am Donnerstag nach Syrien abfliegen.

     

    Tags:
    Schlag, Pläne, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Donald Trump, Dmitri Peskow, Syrien, USA, Russland