11:16 16 Dezember 2018
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    Pilot der syrischen Luftstreitkräfte am Militärflugplatz Schairat

    Vor US-Angriff? Assad soll Kampfjets auf russischem Stützpunkt versteckt haben

    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy
    Politik
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    Das syrische Militärkommando soll unbestätigten Medienberichten zufolge im Rahmen der Vorbereitung auf einen möglichen US-Schlag einen Teil der syrischen Fliegerkräfte auf den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim verlegt und Militärs aus etlichen Befehlsständen hinausbeordert haben.

    „Syrer hatten noch am Montag begonnen, die größten ihrer Luftwaffenstützpunkte zu verlassen“, berichtet die französische „Le Figaro“ am Mittwoch unter Berufung auf eigene Quellen.

    So sei der Militärflugplatz in der Stadt Dumeir nahe Damaskus vom Personal verlassen worden. „Auch wurden die Angehörigen der wichtigsten Befehlsstände der Armee evakuiert“, schreibt das Blatt.

    Die Information über die Verlegung der syrischen Fliegerkräfte auf die Basis Hmeimim soll von der „Hauptquelle“ der Zeitung stammen. Diese  unterstreicht, dass die Basis allem Anschein nach keine Zielscheibe für US-Schläge werde, sollte Washington eine dahingehende Entscheidung treffen. Ein Experte sagte gegenüber dem Blatt, die syrische Seite sei bemüht, auf diese Weise die modernsten ihrer Waffen zu schützen.

    Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums dazu liegt nicht vor.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch in einem Tweet einen Raketenangriff gegen Syrien als Vergeltung für den angeblichen Giftgasanschlag im syrischen Duma angekündigt. Dabei sprach er eine direkte Warnung an Russland aus.

    „Russland verspricht, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach dich gefasst, Russland, denn sie werden kommen, gut, neu und ‚smart‘!“, schrieb Trump in seinem Tweet. Russland sollte kein Partner von einem „Tier“ sein, das sein Volk vergase und dies auch noch genieße, fügte er hinzu.

    Zuvor hatte Moskau Washington vor einem möglichen Militärangriff gegen Syrien gewarnt. Der russische Botschafter im Libanon, Alexander Sassypkin, erklärte, Russland behalte sich das Recht vor, alle Raketen „im Fall einer  US-Aggression“ zu vernichten. Im Außenministerium in Moskau betonte man am Mittwoch, die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation zwischen den USA und Russland sei momentan höher als vor dem Vorfall in der syrischen Stadt Duma.

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    Luftwaffenstützpunkt, Fliegerkräfte, Militärflugplatz, Verteidigungsministerium, Le Figaro, Syrien, USA